Die Adventszeit ist vorbei und so müssen wir uns langsam aber sicher von unserem geliebten Weihnachtsbaum verabschieden. Aber was tun, wenn der Baum nicht gerade von der Gemeinde abgeholt wird, oder man keinen Holzofen hat? In diesem Blogbeitrag zeigen wir euch, wie ihr euren Weihnachtsbaum ganz einfach recyceln könnt.

Egal ob Stamm, Äste, oder die Nadeln: Alle Bestandteile des Baumes lassen sich weiterverwerten. Wie vielfältig ihr euren Weihnachtsbaum verwerten könnt, zeigen wir euch hier:

Die Tannennadeln

Weihnachtsbaum Erkältungsbad

Gerade in der kalten Jahreszeit bietet es sich an, ein heißes und immunstärkendes Bad zu nehmen. Die ätherischen Öle in den Tannennadeln eigenen sich hierfür perfekt, da sie eine entspannende und schleimlösende Wirkung auf unseren Körper haben. Achtet bei der Herstellung der Badezusätze allerdings darauf, dass ihr nur Pestizid-frei angebaute Bäume verwendet.

Flüssiger Badezusatz aus Tannennadeln

Ihr braucht für ein Vollbad:

  • 200 g Tannennadeln
  • 600 ml Wasser

Lasst die Tannennadeln für etwa 15 Minuten im Wasser köcheln. Anschließend siebt ihr die Flüssigkeit ab und fertig ist euer Badezusatz. Ihr könnt den Badezusatz entweder direkt in die eingelassene Badewanne sieben, oder in einem Einmachglas aufbewahren. Heiß abgefüllt und kühl gelagert hält der Badezusatz in dem fest verschlossenen Glas etwa eine Woche.

Badesalz mit Tannennadeln

Ihr braucht:

  • 150 g Tannennadeln
  • 500 g grobes Meersalz
  • 2 Löffel Rosmarinnadeln
  • 2 EL Mandelöl
  • Je 10 Tropfen verschiedener ätherischer Öle (z. B. Pfefferminze, Lavendel, Orange, …)

Die Tannen- und Rosmarinnadeln werden fein gehackt, damit die ätherischen Öle der Nadeln frei gesetzt werden. Die Nadeln werden dann gemeinsam mit dem Meersalz und den Ölen in eine Schüssel gegeben und vermengt. Nachdem ihr das Salz in Gläschen zur Aufbewahrung abgefüllt habt, solltet ihr es vor der Verwendung noch für mindestens drei Tage ziehen lassen. Für eine Badewanne gebt ihr ca. 6 EL von dem Salz in das warme Wasser.

 

Weihnachtsbaum Tee

Während euch das entspannende Bad von außen wärmt, könnt ihr euren Weihnachtsbaum auch ganz einfach verwenden, um euch von Innen zu wärmen. Das ganze klappt hervorragend mit den aufgebrühten Nadeln des Baumes. Achtet aber auch hier wieder darauf, dass ihr dafür Pestizid-frei angebaute Bäume verwendet.

Entspannender Tee aus Tannennadeln

Zutaten für eine Tasse:

  • 2 TL Tannennadeln
  • kochendes Wasser
  • Teesieb

Die Tannennadeln werden klein gehackt, damit sie ihr volles Aroma entfalten. Danach werden sie in das Teesieb gegeben und mit kochendem Wasser in der Tasse übergossen. Nachdem der Tee zwei Minuten gezogen hat, ist er auch schon fertig. Für einen zusätzlichen fruchtigen Geschmack kann eine Zitronenscheibe in die Tasse gegeben werden. Zum süßen schmeckt außerdem Waldblütenhonig hervorragend. Normaler Honig oder Zucker reichen aber auch vollkommen.

 

Die Äste

Neue Dekoration für dein Zuhause

Auch die Äste vom Weihnachtsbaum lassen sich ganz einfach wiederverwerten. Eurer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Hier zeigen wir euch, wie ihr aus den Ästen zum Beispiel kleine beleuchtete Dekobäume zaubern könnt.

Beleuchtete Dekobäume

Ihr braucht:

  • klein zersägte Äste vom Weihnachtsbaum
  • Farbe eurer Wahl
  • kleine Tannenzapfen (oder andere Verzierung)
  • Kleber
  • Lichterkette

Vor der Verwertung solltet ihr sicher gehen, dass die Äste komplett ausgetrocknet sind. Die Äste und Tannenzapfen werden zunächst mit der Farbe bestrichen. Wenn die Hölzchen getrocknet sind, werden sie wie auf dem Bild nach und nach aufgetürmt und festgeklebt. Die Tannenzapfen werden ebenfalls als Dekoration an das Bäumchen geklebt. Abschließend wird eine Lichterkette herumgewickelt und schon ist eure Dekoration fertig.

 

Der Baumstamm

Baumscheiben als Topf- oder Tassenuntersetzer

Auch den Baumstamm vom Weihnachtsbaum könnt ihr ganz einfach recyceln, indem ihr ihn in einzelne Scheiben schneidet. Als Topf- oder Tassenuntersetzer sehen sie nicht nur gut aus, sondern schützen auch eure Möbel vor Kaffeerändern und der Hitze.

Untersetzer aus Baumscheiben

Ihr braucht:

  • Säge
  • Schleifpapier
  • Klarlack

Von dem Stamm des Baumes werden etwa 1 cm dicke Scheiben abgeschnitten, die dann anschließend mit dem Schleifpapier glatt geschliffen werden. Abschließend werden die Scheiben von allen Seiten mit Klarlack bestrichen. Durch den Klarlack kommen die schönen Holzstrukturen richtig zur Geltung und das Holz wird außerdem vor dem Aufquellen durch Feuchtigkeit geschützt. Fertig ist euer Untersetzer!

 


Wenn euch die genannten Beispiele nicht zusagen, dann könnt ihr euren Baum auch ganz einfach an einen Tierpark oder Zoo spenden. Die Wildtiere lieben es, an den Tannenzweigen zu kauen und gerade für Elefanten sind die Bäume eine wahre Delikatesse. Erkundigt euch bei den Tierparks in eurer Umgebung, ob sie die Bäume annehmen. Auch hier sind unbehandelte Bäume die Voraussetzung.

Wir hoffen sehr, dass euch unser erster Blogbeitrag nach der kleinen Weihnachtspause gefallen hat. Braucht ihr einen Tipp, wie ihr eure übrig gebliebenen Lebensmittel von den Feiertagen verwerten könnt? Dann schaut doch mal bei diesem Blogbeitrag vorbei.

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