Innerhalb von acht Wochen wurde für die baur.de-Startseite ein neues Konzept erarbeitet. Und das alles von einem Team bestehend aus drei Personen. Unsere derzeitige Praktikantin der Unternehmenskommunikation Simone Mettmann hat diese interviewt und sie zu dem Projekt befragt.

Die neue BAUR-Storefront von baur.de begeistert mit einem klaren Blick auf Sortiment- und Servicehighlights sowie mit einer überarbeiteten Struktur, die direkt auf die Bedürfnisse der Kund*innen ausgerichtet ist. In dem Interview berichten die drei Kolleginnen Theresa, Hanna und Melanie, wie ihre crossfunktionale Zusammenarbeit ausgesehen hat, welche Hürden es zu überwinden gab und wie das Projekt in kurzer Zeit zum Erfolg werden konnte.

 

Hallo ihr drei! Schön, dass ihr hier seid – stellt euch doch mal kurz vor.

Hanna: Hallo! Ich gehöre zur Abteilung Shop-Management und bin unter anderem zuständig für die BAUR-Storefront. Darüber hinaus betreue ich noch die App. Meine Aufgabe in diesem Projekt war vor allem, die KPIs für das Gesamttemplate im Blick zu behalten.

Theresa: Ich bin seit 2017 Teil der BAUR-Gruppe und Category Managerin für die Sortimente Baumarkt, Sporthartwaren und Spielzeug. Eine weitere Aufgabe ist die übergreifende Koordination der Vermarktung auf der Storefront, Sortiments-Intro-Seiten sowie der App-Storefront. Darunter fallen auch die inhaltliche Bestückung und Sortiments-Steuerung der einzelnen Flächen auf den Startseiten. Ich stehe dabei in engem Kontakt zu Hanna, weil unsere Aufgabenfelder hinsichtlich der Steuerung aufeinander aufbauen.

Melanie: Ich habe schon meine Ausbildung bei der BAUR-Gruppe gemacht und arbeite jetzt als Product Manager im Bereich Online-Konzeptionen und Weiterentwicklung, sowie des Corporate Designs von BAUR und der BAUR-Gruppe. In unserem Dreiergespann war ich für die grafische Konzeption zuständig.

Theresa: So hat sich auch unsere Teilnahme an dem Projekt aus unseren Verantwortlichkeiten heraus ergeben. Wir sind alle in das Thema Storefront involviert. Melanie hatte bereits die vorherige Storefront mitkonzipiert und konnte ihre Erfahrungen mit einbringen. Außerdem sind wir alle an Weiterentwicklung interessiert. Melanie gab mit ihrem künstlerischen Auge graphischen Input und Hanna und ich hatten die Kennzahlen im Visier. So konnten wir die zum jetzigen Stand bestmögliche Lösung für den Shop finden.

 

Ihr habt als Dreierteam innerhalb von nur acht Wochen ein komplett neues Konzept für die Storefront von baur.de erarbeitet. Wie konntet ihr das so schnell umsetzen? Seid ihr einer bestimmten Arbeitsweise gefolgt?

Theresa: Die Notwendigkeit einer Optimierung stand schon länger im Raum. Am Anfang hat jeder für sich beobachtet und analysiert, bis wir die Erkenntnisse aus unseren Bereichen, aus den Kundenumfragen und Kennzahlen sprichwörtlich auf einem Tisch zusammengelegt haben. Nach diesem Austausch konnten wir direkt in das Projekt starten.

 

Was genau versteht man denn unter „crossfunktionaler“ Arbeitsweise? Welche Besonderheiten gibt es?

Melanie: Für mich bedeutet crossfunktional vor allem, dass man abteilungsübergreifend zusammenarbeitet und jeder seine Kompetenzen mit einbringt. Es gibt keine Hierarchien, alles findet auf Augenhöhe statt, um gemeinsam auf das beste Produkt hinzuarbeiten. Ich finde, das hat bei uns sehr gut funktioniert. Obwohl wir räumlich oft in drei verschiedenen Landkreisen gearbeitet haben, haben wir uns immer ausgetauscht und auf einen kollegialen und wertschätzenden Umgang geachtet. Außerdem bietet die crossfunktionale Zusammenarbeit den Vorteil, auch neue Ideen schnell und unkompliziert generieren und umsetzen zu können.

Theresa: Durch den ständigen Austausch ist sehr schnell ein Wissensaustausch auf Augenhöhe entstanden, sozusagen eine Co-Working Atmosphäre. Man hat nicht im klassischen Sinn an einem Auftrag gearbeitet. Es war eher ein permanenter Ideenaustausch und Ideenfindungsprozess.

Hanna: Man hat auch schnell gemerkt, dass es uns allen wichtig war, auf einer Wellenlänge zu arbeiten und voll hinter dem Projekt zu stehen. Wenn jemand eine Frage hatte, konnten wir über den Teams-Chat direkt kommunizieren. So haben wir für uns immer den richtigen Weg gefunden, weil alle mit im Boot waren.

 

Wenn von einem crossfunktionalen Team gesprochen wird, dann handelt es sich um eine Gruppe von Kolleg*innen, die auf verschiedenen Fachgebieten Expert*innen sind und somit verschiedene Funktionen innehaben. Wie habt ihr euch aufgestellt und welche Stärken habt ihr jeweils mitgebracht?

Hanna: Was ich bei meinen Teamkolleginnen sehr schätze, sind die unterschiedlichen Erfahrungswerte. Der Mehrwert lag gerade darin, dass wir aus unterschiedlichen Bereichen kommen und beispielsweise Meli mit ihrem Grafikwissen immer ein Gefühl dafür hatte, ob etwas überhaupt optisch umsetzbar ist oder nicht.

Theresa: Genau, während Hanna und ich eher aus der Zahlenanalyse kommen, bewertet und gestaltet Meli mit ihrem grafischen Auge eine Fläche für die optimale Darstellung für die Kund*innen und innerhalb der Gesamtansicht. Hanna bringt ihre Template-Erfahrung mit ein und analysiert beispielsweise das Scrollverhalten der Kund*innen.

Melanie: Da schließe ich mich an. An sich kollidiert Kreativität häufig mit puren Zahlen und Statistiken. Mir als kreativen Part hat es sehr geholfen, wenn die Mädels auf die KPIs fokussiert waren und dem kreativen Prozess so eine Richtung gegeben haben. Was wir alle drei sehr gut gemacht haben war, immer wieder die Kundenbrille aufzusetzen. Also selbst zu denken: Was sieht der bzw. die Kund*in? Wie nimmt er oder sie die Gestaltung wahr? Braucht es noch Elemente oder ist die Fläche schon überladen? Ich finde das haben wir sehr gut reflektiert.

 

Warum sollte ausgerechnet in crossfunktionalen Teams ein besserer Ideenfluss stattfinden als in reinen Spezialist*innengruppen aus einem Bereich?

Hanna: Definitiv wegen der verschiedenen Einblicke. Sie bilden ein gutes Grundkonzept, auf dem man aufbauen kann. Wichtig bei einem crossfunktionalen Team ist vor allem die Kommunikation. Es bringt nichts, wenn alle viel wissen, sich aber niemand austauscht. Wenn man sinnvoll miteinander kommuniziert und auch mal etwas hinterfragt, findet man oft neue Zugänge und kann das eigene Wissen gewinnbringend einsetzen.

 

Wäre das Projekt für die neue Storefront auch ohne die agile Arbeitsweise innerhalb der kurzen Zeit möglich gewesen?

Melanie: Ich glaube nicht. Was es uns ermöglicht hat, innerhalb dieser acht Wochen fertig zu werden war, dass es keine langen Abstimmungswege gab.

 

Welche Neuerungen bringt denn die neue Storefront mit und was verbessert sich dadurch für unsere Kund*innen?

Theresa: Ziel der neuen Storefront ist es, die Sortimentsvielfalt strukturiert darzustellen. Das soll am besten nicht nur durch die Navigation passieren, sondern auch bildlich gezeigt werden. Ausgehend von den Komponenten und Grafikgrößen können wir das Sortiment sehr breit darstellen, ohne dass es bei den Kund*innen zu Verwirrungen kommt.

Hanna: Genau, wir haben besonders auf Struktur, Übersichtlichkeit und die Größe der Flächen geachtet. Außerdem ist die Storefront mobile-optimierter geworden, sodass auch der Zugriff via Smartphone kundenfreundlicher ist.

Melanie: Ich würde noch die Flexibilität ergänzen. Wir können thematische oder saisonale Cluster setzen, und damit auch auf bestimmte Anlässe wie Ostern, Muttertag oder Weihnachten eingehen.

 

Wir kommen schon zur letzten Frage. Welche Tipps und Tricks würdet ihr Kolleg*innen mitgeben, die sich ebenfalls an einer crossfunktionalen Arbeitsweise beim nächsten Projekt versuchen möchten?

Hanna: Offen für Neues sein, auch mal Kompromisse eingehen und andere Meinungen zulassen.

Melanie: Auf jeden Fall viel miteinander reden.

Theresa: Sich selbst auch weiterbilden zu wollen, indem man sich andere Meinungen und Wissensstände anhört und diese integriert.

Vielen Dank für das tolle Gespräch und die spannenden Einblicke in eure Projektarbeit!

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.