Momentan findet man auf baur.de über 350.000 verschiedene Artikel. Ein Großteil davon macht die Damenoberbekleidung aus. Shirts, Hosen und Jacken werden hier von verschiedenen Marken angeboten. Einige davon sind Eigenmarken von BAUR. Was das heißt und wie eine Eigenmarken-Kollektion entsteht, dazu habe ich Bianca Iwanek aus der Abteilung Profilierungsmarken befragt.

 

Hallo Bianca. Du hast tagtäglich mit den Eigen- und Profilierungsmarken zu tun. Was sind denn Eigenmarken?

Die Abteilung Einkauf Profilierungsmarken begleitet den Prozess der Entwicklung, Planung und Beschaffung einer Kollektion für die BAUR Kundin. Dies beinhaltet die Trendrecherche, Storechecks, Lieferantenauswahl und vieles mehr. Eigenmarke bedeutet also, es ist eine eigens von BAUR betriebene Marke.

Was sind denn dann Profilierungs- beziehungsweise Lizenzmarken?

Die Kollektionen einer Profilierungsmarke sind speziell auf die Zielkundin von BAUR zugeschnitten, das heißt, ihre Wünsche bezüglich Passform, Farbe und Schnittmuster werden gezielt berücksichtigt.

Bei einer Lizenzmarke erhält BAUR das Recht, im Namen der Marke eine Kollektion zu erstellen. BAUR hat die Lizenz für Tamaris, eine der bekanntesten Schuhmarken Europas, Damenoberbekleidung anzufertigen. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit Wortmann (Gründerfirma von Tamaris), um eine zu der Schuhkollektion passende Textilkollektion zu entwerfen.

Welche Eigenmarken hat BAUR?

BAUR hat vier Eigenmarken und eine Lizenzmarke. Diese sind:

   

Aniston wurde 2010 erstmals auf den Markt gebracht und ist die modische Spitze der BAUR Eigenmarken. Sie spricht die modebewusste Frau an, welche in Sachen Trends immer up-to-date ist. Die trendigen und lässigen Kollektionen von Aniston bieten Looks der aktuellen Saison mit modischen Details und klaren Trendaussagen.

Cheer ist seit 2009 erhältlich und spricht die sportive sowie modische Frau an. Die unkomplizierte Casual-Marke für jeden Tag bietet modische Basics mit verspielten, romantischen Akzenten in angesagten Farben. Ein wichtiger Bestandteil der Kollektionen sind Jeans in einer großen Auswahl an Passformen, Größen und Optiken.

Corley wurde ebenfalls im Jahr 2010 auf den Markt gebracht. Die Marke für die moderne Klassikerin bietet bei jedem Style das gewisse Etwas. Corley ist klassisch und zeitlos aber dennoch modern. Diese Exklusivmarke von BAUR legt Wert auf hochwertige Materialien sowie bewährte Schnitte und Passformen.

 

 

 

 

Vivance ist die traditionsreichste Marke von BAUR. Sie besteht seit 1988 und spricht die moderne, qualitätsbewusste Frau an. Vivance bietet feminine und elegante Kollektionen mit weiblichen Schnitten. Vor allem Kleider, welche gut zu verschiedensten Anlässen getragen werden können, bilden ein tragendes Element der Kollektion.

Eine weitere Besonderheit im Portfolio der BAUR Profilierungsmarken stellt die Lizenzmarke Tamaris dar. Seit ca. 6 Jahren erstellt BAUR Damenoberbekleidung für Tamaris und spricht damit die Kundin an, die Spaß an den neuesten Kombinationen und Modetrends hat. Tamaris zeigt urbane und elegante Gesamtoutfits und steht für modischen Anspruch, Verlässlichkeit und Qualität.

 

 

 

 

 

 

Welche Vorteile hat eine Eigenmarke gegenüber Fremdmarken?

Die Vorteile gegenüber Fremdmarken liegen in der zielgruppenspezifischen Ansprache der BAUR Kundin. Jede Marke unterscheidet sich in ihrer Kollektion und Zielgruppe, so dass für jeden Stil das Richtige dabei ist. Des Weiteren sind diese Marken exklusiv im Konzern und bei Konzernpartnern erhältlich.

Aber gibt es auch Nachteile bei Eigenmarken?

Ich sehe die Nachteile eher als Herausforderung. Es gibt eine Vielzahl an etablierten Marken auf dem Textilmarkt. Jede dieser Marken ist daher der Herausforderung ausgesetzt sich mit ihrer Kollektion von anderen abzuheben und möglichst viele Kundinnen bedienen zu können.

Werden all unsere Eigenmarken komplett allein von eurem Bereich betreut?

Ja, die Eigenmarken werden komplett von BAUR betreut. Disposition, Qualitätsentwicklung und Produktmanager beschäftigen sich mit allen Prozessen rund um eine Kollektionserstellung und -planung sowie schließlich auch den Vertrieb. Auch Verhandlungen mit Lieferanten sind Teil des Tagesgeschäfts. Die Einkäuferinnen von BAUR verwenden in ihren Kollektionen Baumwolle mit dem Label „Cotton made in Africa“, was bei der Planung und Lieferantenauswahl berücksichtigt werden muss.

Vielen Dank für das interessante Interview!

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