Heute beginnt unsere Nachhaltigkeitsserie. Stephanie und ich möchten euch in den kommenden Wochen ein bisschen über die Nachhaltigkeit bei BAUR informieren. Den Anfang machen David und Alexander. Viel Spaß beim Lesen!

 


Hallo ihr beiden, erzählt uns doch zuerst etwas über eure Aufgaben in der BAUR-Gruppe?

Nachhaltigkeit

David Störmann

David: Mein offizieller Titel lautet: Umwelt- und CR-Koordinator. Dazu gehört zum einen das operative Umweltmanagement. Ich überprüfe, ob z. B. gesetzliche Vorgaben eigehalten werden. Außerdem bin ich im Abfallmanagement tätig. Hier ist es mein Ziel, die Umweltauswirkungen zu reduzieren.  Der zweite Teil ist das strategische Nachhaltigkeitsmanagement. Ich bin dafür verantwortlich, die Corporate Responsibility (CR)-Strategie auszurichten und zu pflegen.

 

Alexander Schuberth

Alex: Ich bin seit 2013 für das Energiemanagement der BAUR-Gruppe zuständig. Dazu gehört zum einen ein strategische Part: Hier besteht mein Aufgabenfeld aus internen Audits, sowie Managementberichten. In diesen Bereich fällt auch die Umsetzung der Klimastrategie der Otto Group, und damit das Ziel, 50 % CO² bis 2020 einzusparen. Dieses Ziel haben wir bereits in diesem Jahr erreicht. Außerdem verantworte auch ich eine operative Aufgabe, die Energieeinsparung. Dazu gehört auch das Thema E-Mobilität bzw. –Infrastruktur.

 

 

Wie lange beschäftigt sich die BAUR-Gruppe schon mit dem Thema Nachhaltigkeit?

Alex: Seit 1999 wird das Thema angegangen, also deutlich eher, als es in der Öffentlichkeit relevant wurde. Damals wurde eine Stelle für das Thema Umweltmanagement geschaffen und Nachhaltigkeit als Unternehmensziel festgehalten. 2002 bekamen wir dann schon ein erstes Zertifikat für unsere Bemühungen.

David: BAUR ist ein Familienunternehmen, in dem schon seit seiner Gründung unternehmermisch verantwortlich und nachhaltig gehandelt wird. Der Nachhaltigkeitsgedanke ist also bei uns tief verwurzelt. Ein Zitat von Friedrich Baur: „Im Mittelpunkt des Denkens und Handelns sollte immer der Mensch stehen.“

 

Welche Tätigkeitsfelder gibt es in einem großen Unternehmen wie der BAUR-Gruppe hinsichtlich der Nachhaltigkeit? Wo kann man „Gutes“ für Umwelt/Klima tun?

David: Das Reduzieren der Umweltauswirkungen, also z.B. des CO²-Ausstoßes. Weitere große Klimaauswirkungen ergeben sich aus Abfällen. Die Vermeidung dessen ist ein komplexes und schwieriges Thema, bei dem wir als Unternehmen auch darauf angewiesen sind, dass auch unsere Kunden etwas diesbezüglich tun. Es hat sich allerdings auch schon hier einiges getan: Unsere Versandtüten bestehen aus 80 % Recyclingmaterial und sind mit dem Blauen Engel, dem Umweltzeichen der Bundesregierung,  zertifiziert. Kartonagen werden bei uns wieder komplett recycelt in der Papierfabrik und teils wiederverwendet. Derzeit arbeitet BAUR daran, Produkte unserer Eigenmarke aus 100% nachhaltiger Baumwolle herzustellen. Unsere Möbel- und Papierstrategie sieht vor, dass wir nur Holz verwenden, dass FSC-zertifiziert und damit nachhaltiger ist.

Alex: Außerdem unterstützen wir den Einsatz von klimafreundlichen Verkehrsmitteln: Zum einen stellen wir den Mitarbeitern Ladestationen für ihre E-Autos und E-Bikes bereit, zum anderen haben wir unseren eigenen elektrischen Fuhrpark, der inzwischen schon aus ca. zehn E-Autos besteht. Zusätzlich haben wir Lärmschutzeinhausungen gebaut, damit die Anwohner nicht gestört werden.

 

Alexander, du hattest vorher auch die Eigenenergieerzeugung erwähnt…

Alex: Genau, wir haben vier große Photovoltaikanlagen, die eine Leistung von knapp 900 kW, also ungefähr 800.000 kWh im Jahr, erzeugen. Mit unseren Photovoltaikanlagen könnte man also ca. 180 Einfamilienhäuser ein Jahr lang versorgen. Während der Woche nutzen wir den Strom selbst, nur am Wochenende und an Feiertagen speisen wir den Strom in das örtliche Netz ein. Zusätzlich betreiben wir noch drei Blockheizkraftwerke. Mit Photovoltaik und den Blockheizkraftwerken erzeugen wir ca. 32 % unseres Stroms selbst.

 

Wie geht es bei uns in Sachen Nachhaltigkeit weiter? Ist nach den 50% CO2-Einsparung „Schluss“?

David: Wir haben in den letzten Jahren schon in vielen Bereichen Verbesserungen erzielen können, aber natürlich ist immer noch Luft nach oben. Dementsprechend setzen wir uns immer neue und ambitioniertere Ziele.

 

Habt ihr Tipps für unsere Leser?

Alex: Nachhaltigkeit findet nicht nur auf einem Betriebsgelände statt, sondern geht auch im eigenen, privaten Leben weiter. Kleine Handgriffe können oft schon einen großen Unterschied machen.

 

Danke für das interessante Gespräch!

 


Du interessierst dich dafür, wie du selbst nachhaltiger leben kannst? David und Alex haben uns ein paar Tipps mitgegeben, wie man leicht am Arbeitsplatz und zu Hause die Umwelt schonen kann – oft mit einem Zeitaufwand von unter einer Sekunde. Manchmal sind es nur kleine Dinge, die schon eine große Wirkung erzielen können!

Tree 8


Tipps für die tägliche Arbeit:

PC + Monitore komplett ausschalten!

Licht ausschalten!

Richtig lüften = stoßlüften statt Fenster kippen!

Abfalltrennung!

Dienstreisen: lieber Zug als fliegen (v. a. bei kleinen Strecken)!

Wenn möglich: Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel fahren statt mit dem Auto!

 

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