Unsere duale Studentin Sophia Reiner absolviert aktuell ein Auslandssemester in Schweden. Via Teams haben wir sie zum virtuellen Interview getroffen und erhielten spannende Einblicke in ihren schwedischen Alltag.

 

Hallo Sophia, du sitzt gerade während unseres Interviews in deinem Zimmer und genießt deinen freien Tag. Erzähle uns doch einmal kurz, wo genau in Schweden du dich aktuell befindest?

Ich befinde mich aktuell in der Kleinstadt Skövde. Die Stadt ist eher südlich gelegen und befindet sich zwischen Göteborg und Stockholm und außerdem noch zwischen den beiden größten schwedischen Seen Vänern und Vättern. Hier wohne ich mit einer weiteren Freundin aus der Hochschule Hof und mit weiteren internationalen Studierenden in einem Wohnheim. Wir haben hier alle unser eigenes Zimmer als privaten Rückzugsort. Außerdem gibt es noch Gemeinschaftsküchen und auch Aufenthaltsräume, die von jedermann genutzt werden dürfen. Dies hat es mir zu Beginn wirklich sehr leicht gemacht, schnell neue Kontakte zu knüpfen.

 

Vor Beginn deiner Reise: Was waren denn die ersten Hürden, die du vor dem Start deines Auslandssemesters bewältigen musstest?

Die größte Hürde war eigentlich der Notenschnitt. Hier muss man nämlich wissen, dass die Hochschule in Skövde im gesamten Studienjahr nur zwei geförderte Plätze für internationale Student*innen vergibt und diese vom Notenschnitt abhängig sind. Meine Freundin und ich hatten hier das große Glück diese beiden Plätze zu bekommen. Bewerben musste ich mich auf den Studienplatz schon im Dezember 2019. Seit dem Abschicken meiner Bewerbung hatte ich auch durch BAUR vollste Unterstützung, so dass mir von Seiten des Arbeitgebers keine Steine in den Weg gelegt wurden. Spannend wurde es dann nur noch einmal mit Beginn der Corona-Krise. Hier musste ich mein Vorhaben dann nochmals mit dem Krisenstab der BAUR-Gruppe abstimmen. Aber als ich vom Krisenstab auch das „Go“ bekommen habe und ich die Zusagen der Hochschulen aus Hof und Skövde erhalten habe, stand meinem Auslandssemester nichts mehr im Wege.

 

Warum hast du dir gerade Schweden als dein Wunschland ausgesucht?

Unsere Hochschule in Hof hat verschiedene Partnerhochschulen im Ausland, mit denen sie unterschiedliche Förderprogramme pflegt. Für mich persönlich war es wichtig, ein von Erasmus gefördertes Programm zu haben, da man hier keine Studiengebühren zahlen muss und zusätzlich auch noch ein kleines Taschengeld bekommt. Außerdem wollte ich in ein Land, in dem Englisch eine wichtige Rolle spielt und man sich mit Englisch auch im Alltag „durchschlagen kann“. Diese Punkte schränkten die Liste der möglichen Länder schon stark ein, so dass für mich Schweden, Litauen, Norwegen und Ungarn zur Auswahl standen. Letztendlich fiel meine Wahl dann auf Schweden, da ich mich auch schon vorher für den schwedischen Lebensstil interessiert habe und ich mir das Leben in Schweden deshalb als wirklich interessant vorgestellt habe. Außerdem hat Schweden eine atemberaubende Natur, so dass es auch abseits der Hochschule viel zu sehen und zu entdecken gibt. Bis jetzt kann ich festhalten, dass meine Wahl zu 100 Prozent richtig war. Schweden hat mich bisher kein bisschen enttäuscht.

 

Berichte deinen Kolleg*innen der BAUR-Gruppe doch einmal von deinem aktuellen schwedischen Alltag

Aktuell unterteilt sich mein Alltag in vorlesungsfreie Tage und in Tage, an denen ich in die Hochschule muss. Steht ein Tag mit Vorlesungen auf dem Programm, wird meistens im Wohnheim zusammen gefrühstückt, bevor wir dann zur Hochschule laufen und dort die entsprechenden Vorlesungen besuchen. Danach steht in der Regel ein kleiner Einkauf an und anschließend wird im Wohnheim in der Gemeinschaftsküche gekocht und zusammen gegessen. Oftmals ist es im Anschluss auch noch notwendig, die Vorlesungen nochmals nachzuarbeiten, um beispielsweise die gelernten Vokabeln zu vertiefen. Am späten Nachmittag mache ich dann meistens eine Stunde Sport und am Abend sitzen wir wieder mit den anderen internationalen Student*innen zusammen und genießen unser Abendessen.

An vorlesungsfreien Tagen schlafe ich bestenfalls erst einmal aus. Nach dem Aufstehen und dem Frühstück mache ich meistens den Haushalt. Sprich, ich gehe einkaufen, wasche Wäsche und koche mein Mittagessen. Auch solche Sachen müssen logischerweise erledigt werden. Je nachdem, was die anderen Studierenden aus meinem Wohnheim geplant haben, unternehmen wir dann öfters etwas zusammen. Beispielsweise gehen wir auf eine Fika (Kaffeepause) in die Stadt oder schauen uns die ein oder andere Sehenswürdigkeit an.

 

Was hast du denn schon alles vom Land Schweden entdecken können? Gibt es schon Pläne für Ausflüge, die in naher Zukunft auf dem Programm stehen?

Gesehen habe ich tatsächlich schon einiges. Zu nennen sind hier Ausflüge in die Großstädte Göteborg und Stockholm, sowie in die Naturschutzgebiete der Seen Vättern und Vänern. Als wir den See Vättern besucht haben, haben wir es uns an einem Natursandstrand bequem gemacht und sind bei relativ kalten Temperaturen sogar in den See gesprungen. Jedoch hielten wir es aufgrund des kalten Wassers nicht wirklich lange aus. Zum Baden war es definitiv schon zu kalt. Natürlich habe ich mir auch schon die nähere Umgebung genauer angesehen, beispielsweise den See Simsjön und den Berg Billingen. Die Region eignet sich hervorragend für Wanderungen, für Grillabende, aber im Winter auch für Langlauf oder Skifahren. In den nächsten Wochen und Monate haben wir auch noch einige Trips geplant: Einen Wochenendausflug auf die Insel Gotland, östlich von Stockholm, eine Elchsafari und einen Trip nach Lappland Anfang Dezember.

 

Vielen Dank, Sophia!

Wir hoffen der Beitrag hat euch gefallen. Im zweiten Teil bekommt ihr noch weitere Einblicke in das Studentenleben in Schweden und den Umgang mit dem Coronavirus. Also seid gespannt! 🙂

 

 

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