Und plötzlich ist alles anders!

Wir haben Nadja und Susanne zum Interview getroffen. Beide hatten aus unterschiedlichen Gründen längere Auszeiten. Warum erzählen sie uns gleich selbst. Ein Wiederanfang nach langer Abwesenheit ist ja nie ganz einfach, da sich doch ständig etwas verändert. Bei ihnen war es aber nicht etwas, sondern fast alles. Ihre Abteilung war komplett leer, da alle Kolleg*innen zuhause arbeiteten. Wie sie sich da gefühlt haben, erzählen sie uns jetzt.

Hallo Nadja und Susanne, ihr hattet beide eine längere Auszeit von der Arbeit. Was war der Grund dafür?

 

Susanne

Nadja

 

 

 

 

 

 

 

Susanne: Es war ein Freizeitunfall, der ein paar Operationen nach sich zog und auf den wochenlanges Laufen mit Krücken folgte. Es war ein steiniger Weg bis zu meinem persönlichen Ziel — aber wie heißt es so schön: Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. So habe ich mit viel Energie immer mein Ziel vor Augen gehabt und nun auch schon fast erreicht. Es geht jetzt wieder ganz gut.

Nadja: Aufgrund meiner Schwangerschaft war ich längere Zeit krankgeschrieben. Nach der Geburt meines Sohnes befand ich mich in Elternzeit.

 

Wie lange seid ihr schon bei BAUR und was sind eure Aufgaben?

Susanne: Ich bin seit 1988 beim Baur-Versand, zuerst in der TBA (so hieß damals die telefonische Bestellannahme, über den der Großteil der Bestellungen erfolgte. Damals gab es noch keinen Webshop). Und nun bin ich seit vielen Jahren schon im Finanzwesen in der Betrugsprävention tätig.

Nadja: Seit 10 Jahren arbeite ich nun bei BAUR. 2010 habe ich eine Ausbildung als Einzelhandelskauffrau begonnen. Nach der Ausbildung 2013 bin ich in den Finanzbereich/Prävention gewechselt und arbeite dort als Sachbearbeiterin.

 

Wie lief denn euer Arbeitstag ab, bevor eure Abwesenheit begann?

Susanne: „Damals“ fing mein Tag an wie jeder andere auch. Aufstehen ca. 4.45 Uhr- Arbeitsstart ca.  6 Uhr. Wie immer auf „Betrügersuche“ bis mittags, wo es danach – ich weiß es noch genau – bei Regen und -1 Grad , trotz allem ins Freizeitvergnügen ging. Das endete dann leider mit keinem Vergnügen, sondern einer schweren Verletzung.

Nadja: Früh um 5 Uhr klingelte mein Wecker. Nachdem ich einen Kaffee getrunken habe und mich fertig gemacht habe bin ich zur Arbeit gefahren. Arbeitsbeginn war um 6 Uhr. Dort habe ich dann meine Arbeit erledigt. Das war entweder die Suche nach betrügerischen Bestellungen oder auch die Bearbeitung von Forderungen an die Transportdienslteister, wenn Ware von uns verloren gegangen ist. Um 14:00 Uhr hatte ich dann Feierabend. Danach musste ich meistens noch einkaufen oder andere Dinge erledigen.

 

Als es sich dann abzeichnete, dass ihr wieder mit dem Arbeiten anfangen könnt, wusstet ihr ja bereits, dass sich etwas gravierend verändert hat. Sämtliche Kolleg*innen befinden sich im Anywhere Office. Welche Gedanken und Fragen hattet ihr denn bei dieser ungewöhnlichen Situation eures persönlichen Neustarts?

Susanne: Es waren viele Gedanken, die mir da durch den Kopf gingen. Wie wird sich das mit dem Coronavirus alles einrichten lassen? Wird das dadurch überhaupt möglich sein? Es waren doch ziemlich unsichere und ängstliche Gedanken, die ich da hatte.

Nadja: Zunächst habe ich mir Gedanken gemacht, ob man Zuhause die Motivation dafür aufbringen kann, sich an den PC zu setzen und zu arbeiten. Auf der anderen Seite fand ich es auch super, da es mit Kind viel einfacher ist, alles unter einen Hut zu bringen. Wir können uns die Arbeit gut einteilen. Schade finde ich, dass ich nach so langer Zeit nicht mit meinen Arbeitskolleg*innen zusammenarbeiten kann.

 

Und wie gestaltete sich dann eure Rückkehr konkret?

Susanne: Vor der Rückkehr gab es Telefonate mit meinem Teamleiter Jens und unserem Abteilungsleiter Thomas. Geklärt wurde, was ich benötigen werde. Arbeitshandy, Notebook und einen extra Bildschirm wegen unserer vielen Programme. Außerdem war da auch die Frage, was meine Internetverbindung zuhause taugt, so auf dem Land hier…

Und dann war zu klären: Wie werden wir das Anlernen angehen und wie regeln wir das mit dem Abstandhalten?

Nadja: Durch Corona gestaltete sich die Rückkehr etwas schwieriger. Aber mit den Schutzmaßnahmen war es uns möglich, eine zweitägige Schulung durchzuführen. Eine Arbeitskollegin hatte sich bereit erklärt, uns am ersten Tag noch einmal alles zu erklären. Am zweiten Tag arbeiteten wir dann allein und konnten uns bei Fragen an sie wenden.

 

Ihr hattet ja einiges an fachlichem Wissen aufzuholen, dazu viel Neues zu Microsoft Teams, aber gleichzeitig damit erst die umfassenden Möglichkeiten gut von zuhause aus zu arbeiten. Seid ihr gut in die Themen hineingekommen?

Susanne: Wie wahr, es gab viel Neues. Aber dank meiner Kollegin Elvira, die sich bereit erklärte uns zu unterstützen und zusammen dann noch mit Jens, war es eine sehr angenehme Anlernzeit. Auch wenn der Kopf öfter mal brummte. Somit hat doch innerhalb von ein paar Tagen alles bestens geklappt.  Auch das Einrichten vom Anywhere Office war nach ein paar Hürden, mit sehr freundlicher Hilfe vom IT-Service, getan. Zudem habe ich von meiner Teamgruppe auch sehr viel Unterstützung erfahren und zu jeder Zeit Hilfe bekommen. Sie standen mir immer mit Rat und Tat zur Seite. So habe ich mich nie „verloren“ gefühlt.

Nadja: Ja, nach kurzer Anlernphase war es recht leicht wieder in das ganze Thema hinein zu kommen. Natürlich hatte man noch vereinzelt Fragen, konnte sich aber gut über Teams mit seinen Arbeitskolleg*innen austauschen.

 

Jetzt arbeitet ihr ja schon einige Zeit im Anywhere Office. Wie kommt ihr damit zurecht? Was gefällt euch daran? Was nicht? Was wünscht ihr euch für die nächste Zeit?

Susanne: Ich hätte nie gedacht, dass mir das Arbeiten im Anywhere Office so gut gefallen würde. Die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen. Man spart sich die Fahrt zur Arbeit und damit viel Zeit. Zudem hat man die Gemütlichkeit in den eigenen vier Wänden. Da kann man viel konzentrierter arbeiten. Da Betrüger*innen ja nie Pause machen, ist es gut, wenn wir zeitlich sehr flexibel sind. Es ist auch entspannter und weniger Stress und Hektik. Macht also auch mal nichts, nicht ordentlich gekämmt mit der Arbeit zu beginnen. Nachteile sehe und habe ich nicht. Mein Wunsch ist, dass wir alle die Corona-Krise gesund überstehen!

Nadja: Mir gefällt das Arbeiten im Anywhere Office sehr gut, da ich meine Zeiten selbst einteilen kann und so alles super mit Kind organisieren kann. Nicht so gut finde ich, dass der persönliche Kontakt fehlt. In Zukunft würde ich mir aber wünschen, weiterhin im Anywhere Office zu arbeiten.

 

Hat das Arbeiten im Anywhere Office euer Privatleben verändert?

Susanne: Die wesentliche Veränderung durch das Arbeiten im Anywhere Office besteht für mich darin, dass ein Zimmer kleiner geworden ist, weil mein heimatlicher Arbeitsplatz ja irgendwo hin musste. Allerdings vermisse ich meinen Arbeitsplatz im 7.Stock bei BAUR in Burgkunstadt und die Aussicht schon auch etwas.

Nadja: Ja, um ehrlich zu sein hat es sich positiv verändert: Ich bin viel flexibler und schaffe überall mehr als zuvor.

 

 

Vielen Dank an euch Beide für den Einblick in euer neues Arbeitsleben! 🙂

 

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