Bienen sind für uns und unseren gesamten Ökokreislauf lebensnotwendig. Doch warum eigentlich? Das ist leider vielen Menschen gar nicht bewusst. Passend zum Weltbienentag wird in diesem Blogbeitrag noch mal genauer auf die Wichtigkeit des Schutzes unserer Bienen eingegangen.

Warum sind Bienen lebensnotwendig?

Wenn man nachhaltigen Umweltschutz betreiben möchte, dann muss man besonders auch das Bienen- und Insektensterben verhindern. Bienen sind nämlich nicht nur für die Honig-Produktion wichtig. Ohne Insekten wie Honig- und Wildbienen, Hummeln und Co. würden weder Obst- noch Gemüsepflanzen bestäubt werden und könnten sich somit nicht fortpflanzen. Laut dem deutschen Imkerbund sind ca. 80 % der heimischen Nutz- und Wildpflanzen auf Bienen angewiesen. Viele Nahrungsmittel, welche für eine ausgewogene Ernährung wichtig sind, würden also ohne Bestäubung durch Insekten wegfallen. Wir Menschen müssten zum Beispiel auf Obst wie Äpfel, Birnen, Kirschen und Erdbeeren verzichten. Aber auch Gemüse, Nüsse und einige Öle würden für uns als Nahrungsquelle entfallen.

Darüber hinaus könnten sich Vögel und Kleintiere nicht mehr von Bienen und Insekten ernähren. Auch unsere Fleisch- und Milchquellen leiden unter dem Bienensterben. Somit sind Bienen nicht nur für uns Menschen besonders wichtig, sondern für unseren gesamten Ökokreislauf. All diese Fakten machen Bienen zum drittwichtigsten Nutztier, neben Schwein und Rind.

Natürlich haben Bienen nicht nur einen ökologischen Nutzen, sondern auch einen wirtschaftlichen Einfluss. Der Wert der Kulturpflanzen, welche von Bienen bestäubt werden, wird auf ca. 265 Milliarden Euro geschätzt. Würde die natürliche Bestäubung ausfallen, könnte diese innerhalb eines Ökosystems auch nicht anderweitig ersetzt werden. Somit hätten unsere Landwirte keine Erträge und würden starke Ernteausfälle verzeichnen.

Wie kann man also das Bienensterben verhindern?

Zum einen ist es schon eine kleine Hilfe, wenn man Honig aus der eigenen Region kauft. Denn die Bienen, die in unserer Region leben und den Nektar für den Honig sammeln, halten auch das ökologische Gleichgewicht in unserer Region aufrecht.

Daneben kannst du bienenfreundliche Pflanzen säen. Hier solltest du beachten, dass nicht jedes Saatgut für Insekten geeignet ist. Unser Imker Lukas empfiehlt daher Saatgut vom Netzwerk blühende Landschaft: Hier gehts zu den Produkten.

Verzichte beim Säen von Obst- und Gemüsepflanzen auf Pestizide, Herbizide und Biozide. Gerade solche Pflanzenschutzmittel können für Bienen tödlich sein. Hole dir lieber einen Tipp von Biogärtner*innen, sie können dir oft bei Problemen weiterhelfen!

Achte bei deinem Lebensmittel Einkauf auf saisonale Produkte aus regionalen ökologischen Anbau. Hier wird meistens auf Pestizide verzichtet und Bienen nicht vergiftet.

Solltest du genügend Platz in deinem Garten oder auf einer freien Wiese/Wald haben, dann biete den Wildbienen eine Nistmöglichkeit. Natürlich musst du hierfür kein ganzes Bienenhotel bauen, auch kleine Möglichkeiten sind völlig ausreichend und helfen. Die Lebensräume von Wildbienen sind sehr unterschiedlich, wie du hier sehen kannst: Wildbienen: Nistplatzwahl. Daher gibt es auch viele Möglichkeiten, wie du sie in deinen Garten locken kannst. Eine einfache und wirkungsvolle Idee ist, morsches Holz einfach im Garten liegen zu lassen. Hier können sich Wildbienen selbst durch das morsche Holz fressen. Außerdem bietest du damit noch vielen weiteren Lebewesen einen Lebensraum.

Eine weitere Möglichkeit, den Erhalt der Bienen zu schützen ist die Übernahme einer Bienenpatenschaft.


Auch wir in der BAUR-Gruppe setzten uns sehr für den Schutz der Bienen ein und haben eigene Bienen-Völker. Genaueres über unsere BAUR-Bienen und das Imkern erzählt euch unser Imker Lukas im zweiten Teil der „Happy World Bee Day“ Reihe. 

Ich hoffe, wir konnten euch mit diesem Beitrag die Wichtigkeit des Bienenschutzes näherbringen. Vielleicht habt ihr ja auch ein paar nützliche Tipps mitgenommen und könnt diese zu Hause umsetzten! Mehrere spannende Tipps über das Imkern erhaltet ihr im zweiten Teil, seid also gespannt!

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