In diesem Jahr feiern 53 Mitarbeiter*innen der BAUR-Gruppe ihr Firmenjubiläum. Diesen tollen Anlass haben wir genutzt und haben Lucia und Werner zum Interview getroffen. In diesem Beitrag gibt uns Werner spannende Einblicke in die Ereignisse der letzten 50 Jahre – denn so lange ist er schon Teil der BAUR-Gruppe! Das Interview mit Lucia findet ihr hier.

 

Lieber Werner, bitte stelle dich doch einmal kurz vor.

Ich bin Werner Beyerlein, 72 Jahre alt und wohne mit meiner Frau in Altenkunstadt. Ursprünglich komme ich aus dem Örtchen Rothwind in der Gemeinde Mainleus. Normalerweise genießen Personen in meinem Alter ihren wohlverdienten Ruhestand, bei mir hingegen sieht dies etwas anders aus. Denn ich halte meiner Firma nach wie vor die Treue und arbeite aktuell jeden Montag in der Frühschicht in der Logistik. In erster Linie liegt dies daran, dass mir meine Arbeit nach all den Jahren immer noch viel Spaß macht und ich mich auch körperlich noch fit fühle, den Job weiterhin auszuüben. Die Montagsschichten sind also mittlerweile ein fester Bestandteil meines Alltags geworden, weshalb ich mir einen Montag ohne meine Arbeit fast nicht mehr vorstellen kann. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass mir Jahr für Jahr die Chance gegeben wird, weiterhin ein Teil der BAUR-Gruppe sein zu dürfen. Erst kürzlich wurde mein aktuelles Arbeitsverhältnis bereits nochmals verlängert, worüber ich mich wirklich sehr gefreut habe. 

 

50 Jahre innerhalb einer Firma – Hattest du denn überhaupt einen beruflichen Werdegang außerhalb der BAUR-Gruppe?

Auch wenn 50 Jahre natürlich eine wirklich lange Zeit sind, habe ich sogar tatsächlich auch außerhalb der BAUR-Gruppe gearbeitet. Nach der Schulzeit startete ich eine Ausbildung als Automechaniker beim Autohaus Unger in Mainleus. Nachdem ich diese erfolgreich abgeschlossen hatte, stand für mich erst einmal für zwei Jahre die Zeit beim Bund bevor. Erst als die Wehrpflicht für mich beendet war und ich wieder zurück in meine oberfränkische Heimat kam, begann für mich im Alter von 22 Jahren das Kapitel BAUR-Gruppe. Im Sommer 1970 bewarb ich mich auf eine freie Stelle in der Logistik bei BAUR und nur wenige Monate später, am 1. Oktober 1970, hatte ich auch schon meinen ersten Arbeitstag. 

 

Mit welcher Tätigkeit hat deine Laufbahn in der BAUR-Gruppe begonnen?

Am Anfang war ich beim Falten der Kartonagen eingesetzt. Damals haben wir unsere Kartonagen noch selbst gefaltet, was heute nicht mehr der Fall ist. Deshalb ist das auch eine Tätigkeit, die es heute überhaupt nicht mehr gibt. Im Laufe der Jahre – ich kann es zeitlich leider gar nicht mehr beziffern – wechselte ich in die Abteilung Nachschub, in der ich auch heute noch tätig bin. In Zeiten in denen das BAUR-Kaufhaus noch existierte, war ich auch des Öfteren an Samstagen oder an verkaufsoffenen Sonntagen im Kaufhaus tätig. Hier gehörte es zu meinen Aufgaben, die verschiedenen Verkaufsflächen mit benötigten Artikeln zu versorgen. Ich war also immer zwischen dem Lager und den Verkaufsräumen unterwegs und sorgte so dafür, dass alle Produkte in entsprechender Anzahl im Kaufhaus vorhanden waren. Natürlich erhielt ich über die Jahre auch Einblicke in weitere Abteilungen und Tätigkeiten, wenn mal wieder Not am Mann war. So half ich zum Beispiel des Öfteren in der Retourenabteilung aus. 

 

Welche Aufgabe hast du aktuell in der Abteilung Nachschub?

Die Abteilung Nachschub ist ein Teil der BAUR-Logistik. Hier sind meine Kolleg*innen und ich sozusagen dafür zuständig, die Kommissionierung mit Nachschub zu versorgen. Artikel, die wieder neu im Kommissionierlager benötigt werden, gelangen über die Förderanlage zu uns und wir sind dafür verantwortlich, dass die Artikel an den vorgesehenen Ziellagerplatz gelangen. Hierbei sortieren wir wirklich alles, von Schuhen über Klamotten bis hin zu sämtlichen weiteren Produkten. 

 

Wenn eine*r deiner Kolleg*innen dich beschreiben müsste, welche Antwort würdest du erwarten?

Ich hoffe, meine Kolleg*innen würden sagen, dass ich ein sehr zuverlässiger Mitarbeiter bin, dem keine Arbeit zu schade ist. Denn so würde ich mich selbst auch beschreiben. Über all die Jahre war es für mich nie ein Problem, auch mal am Wochenende oder an Feiertagen zu arbeiten, wenn sprichwörtlich „die Hütte brannte“. Mein Anspruch war und ist es auch heute noch zu helfen, wo es nur geht. 

 

Gab es denn in deiner Laufbahn auch einmal Zeiten, in denen du mit dem Gedanken gespielt hast, die BAUR-Gruppe zu verlassen?

Tatsächlich gab es solche Gedankenspiele überhaupt nicht. Mittlerweile kann ich auch sagen, Gott sei Dank! Ich habe in der BAUR-Gruppe einen Großteil meines Lebens verbracht und bin auch nach wie vor Stolz ein Teil dieser Unternehmensgruppe sein zu dürfen. In der Vergangenheit war ich beispielsweise auch mal ein Mitglied des Betriebsrates, denn mir war es auch immer ein Anliegen, mich für die Belange meiner Kolleg*innen einzusetzen. Jedoch bin auch hier vor längerer Zeit schon kürzergetreten, um jüngeren Nachfolgern den Vortritt zu lassen. Insgesamt kann man schon sagen, dass mir BAUR wirklich ans Herz gewachsen ist und genau deshalb macht es mir auch weiterhin Spaß, auf die Arbeit zu gehen und meinen Job zu erledigen. 

 

Für diese Leistung, mit 72 Jahren immer noch für das Unternehmen tätig zu sein – auch im Namen aller Kolleg*innen der BAUR-Gruppe – großen Respekt! Gibt es denn schon persönliche Überlegungen, wie lange deine Reise innerhalb der Unternehmensgruppe noch andauern soll?

Ehrlich gesagt habe ich mir über das Aufhören noch keinerlei Gedanken gemacht. So lange mein Körper noch mitmacht, ich weiterhin gesund bleibe und es mir noch Spaß macht, gehe ich wirklich gerne auf die Arbeit. Da mein Arbeitsverhältnis erst verlängert wurde, werde ich in unmittelbarer Zukunft auch keine Gedanken an das Aufhören verschwenden. Wenn der Tag irgendwann kommt, an dem ich, aus welchen Gründen auch immer, aufhören muss, wird es mir sehr schwer fallen die BAUR-Gruppe zu verlassen. Wie Eingangs bereits erwähnt, ist die Arbeit zu einer festen Säule meines Alltags geworden. Weshalb mir wirklich etwas fehlen würde, wenn ich eines Tages einmal nicht mehr für die Firma tätig sein sollte. Aus diesem Grund bin ich aktuell sehr zufrieden, dass meine Reise bei BAUR noch nicht zu Ende ist, sondern weiterhin andauert. 

 

Vielen Dank für das Gespräch, lieber Werner. Wir alle hoffen, dass du uns noch möglichst lange in der BAUR-Gruppe erhalten bleibst und wünschen dir weiterhin alles Gute.

 

Falls ihr noch mehr zum diesjährigen Firmenjubiläum in der BAUR-Gruppe erfahren wollt, schaut mal hier vorbei. In diesem Jahr wartete eine ganz besondere Überraschung auf die Jubilar*innen, da aufgrund der Corona-Pandemie die übliche Ehrungsveranstaltung nicht stattfinden konnte.

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