„Eigentlich habe ich ja Höhenangst…“

„Neee, das ist viel zu hoch, das schaffe ich nicht!“

„Lasst uns mal lieber die kurze Wand nehmen!“

Das sind nur einige von den Sätzen, die am Mittwoch-Nachmittag in der Bayreuther Kletterhalle beim Anblick der Kletterwände gefallen sind. Auch in diesem Jahr hat die Abteilung Soziales der BAUR-Gruppe zwei Termine für einen Schnupper-Kletterkurs für die Mitarbeiter organisiert. Ursprünglich sollte es in die fränkische Schweiz nach Scheßlitz gehen, allerdings machte uns das Wetter leider einen Strich durch die Rechnung. Doch Plan B war schon parat und so ging es in die Kletterhalle des Well & Fit-Fitnessstudios in Bayreuth. Insgesamt 8 Teilnehmer und eine staatlich geprüfte Bergführerin wagten sich in die Höhen.

Bevor es losgeht…

Zu allererst lernten wir, wie man in seinen Gurt einsteigen muss, denn anders als beim Bouldern, ist man beim Klettern permanent gesichert. Sitzt der Gurt erst einmal fest geht es auch schon an die Wand und das Sicherungsseil wird angelegt. Zum ersten Mal schaue ich gespannt dabei zu, wie ein kleiner Achterknoten in ein paar Minuten die Absicherung meiner Knochen und Gelenke ist. Langsam werde ich ein wenig nervös, ein großer Fan von Höhe war ich nämlich noch nie. Beim Achterbahnfahren habe ich schon immer auf die Taschen aufgepasst und mir das Spektakel mit einer Tüte Mini-Donuts von unten angeschaut. Aber nun bin ich hier und möchte auch endlich einmal über meinen Schatten springen. Während das eine Ende des Seiles mit dem Gurt des Kletterers verbunden wird, endet das andere bei der Person, die nun deine Sicherheit, im wahrsten Sinne des Wortes, in den Händen hält. Dieser sogenannte Sicherer trägt nun die volle Verantwortung für den Kletterer und sorgt dafür, dass dieser im schlimmsten Fall ins Seil fällt, anstelle auf den harten Hallenboden. Schnell merken wir, dass hier ganz schön viel Vertrauen und Verantwortungsbewusstsein gefragt sind. Wir schauen einem Kollegen mit Klettererfahrung zu, wie er innerhalb von kurzer Zeit schon den Großteil der Wand überwunden hat und ich fange langsam an mich zu fragen, warum ich mich nicht auch dieses Mal für die Mini-Donuts entschieden habe. Doch nun bin ich hier und höre nur „Tut euch bitte in 3er-Gruppen zusammen. Es wäre gut, wenn ihr ungefähr in derselben Gewichtsklasse seid und dann kann’s auch schon losgehen!“

An die Wände, fertig, los!

Lea, Praktikantin im Bereich Unternehmenskommunikation, Jenny, Praktikantin im Bereich Suchmaschinenoptimierung und ich sind alle schon einmal gebouldert, doch die Kletterhalle war für uns alle noch einmal ein ganz anderes Kaliber. Wir fangen langsam an und gewöhnen uns zunächst an die Aufgabe und Verantwortung, die man insbesondere am Boden als Sicherer hat. Noch kann ich mir nicht vorstellen mich jeden Moment in 14 Metern Höhe einfach fallen zu lassen und mich von den beiden abseilen zu lassen. Wir tasten uns Schritt für Schritt heran und wagen uns an immer schwierigere Wände. Wir sind alle über uns hinausgewachsen und haben uns immer wieder gegenseitig geholfen, um den nächsten Klettergriff zu erreichen: „Links, da ist einer auf Kniehöhe!“ Und auch, wenn man wieder runter und aufgeben wollte, haben die anderen einem Mut zugerufen und es bis zum Ende geschafft. Das Adrenalin sprudelte nur so durch unsere Körper und das Wort „Teambuilding“ war für uns alle sehr präsent.

Glücklich und erschöpft – das beschreibt das Ende der knapp dreistündigen Kletterei wohl am besten. Alle waren wirklich sehr zufrieden und stolz, dass man die ein oder andere Hürde überstanden und über sich hinausgewachsen ist.

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