Am Montag den 6. November durfte ich an der Schwerbehindertenversammlung im Rahmen meines Praktikums in der Unternehmenskommunikation der BAUR-Gruppe teilnehmen. Da ich bis zu diesem Zeitpunkt ehrlich gesagt nicht viel darüber wusste, wie die BAUR-Gruppe ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Handicap den Arbeitsalltag erleichtert, war ich gespannt, mehr über die Inklusionsstrategie zu erfahren.

Der Sternensaal in der BAUR-Zentrale in Weismain war gut besucht an diesem Montag. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen waren der Einladung von Uwe Glätzer gefolgt. Der Vertrauensmann der Schwerbehinderten eröffnete die Versammlung und äußerte seine Freude darüber, dass die BAUR-Gruppe sukzessiv barrierefrei wird. Er sei stolz auf das bisher Erreichte.

Selbstverständlich war auch Albert Klein, Vorsitzender der BAUR-Geschäftsführung, der Einladung gefolgt. In seiner Rede ging er auf die CR-Strategie der Unternehmensgruppe ein:

BAUR soll eine Vorreiterrolle bei der Integration von Menschen mit Behinderung im Konzern einnehmen. Wir sind hier auf einem guten Weg.“

Das zeige sich besonders an der überdurchschnittlich hohen Beschäftigtenquote von Mitarbeitern mit Beeinträchtigungen beziehungsweise Handicap.

Die BAUR-Gruppe präsentiert sich in dieser Hinsicht besonders stark in Sachen Inklusion. So erfüllt die Unternehmensgruppe nicht nur die gesetzlich vorgeschriebene Quote von fünf Prozent an Mitarbeitern mit Behinderungen, sondern liegt mit insgesamt 13,6 Prozent weit über der gesetzlichen Vorgabe. Insgesamt hat die BAUR-Gruppe einen Anteil von 11,8 Prozent an Mitarbeitern mit Handicap.

Laut Albert Klein konnte die Quote im vergangenen Jahr sogar weiter erhöht werden: BAUR beschäftigt derzeit 426 Kolleginnen und Kollegen mit Handicap. „Ein beeindruckender Wert, den wir – wo möglich und sinnvoll – weiter erhöhen wollen“, formulierte der Vorsitzende der Geschäftsführung. Dafür muss natürlich das betriebliche Umfeld stimmen und barrierefrei gestaltet werden. Er führte aus:

„Wir wollen bis 2020 an allen BAUR-eigenen Betriebsstätten 100 Prozent Barrierefreiheit umsetzen. Das gilt – aus verständlichen Gründen – vor allem für unsere Verwaltungsgebäude. So haben wir 2017 unseren Traditionsstandort in Burgkunstadt entsprechend umgestaltet.“

In diesem Zusammenhang wird auch die derzeitige gute wirtschaftliche Lage in Deutschland, aber auch im Landkreis Lichtenfels relevant, so lag die Arbeitslosenquote des Landkreises Lichtenfels im Oktober bei 3,1 Prozent. Das ist Segen und Fluch zugleich, denn die BAUR-Gruppe sucht weiterhin Mitarbeiter. Darauf ging auch Sabine Kratochwil in ihrem Vortrag ein. Die Bereichsleiterin für Personal betonte zudem, dass in Sachen Inklusion versucht würde das passende Beschäftigungsfeld für den/die ArbeitnehmerIn mit Handicap zu finden.

Mein Fazit nach der Veranstaltung: Es war interessant zu hören, in welchen Bereichen Inklusion stattfindet und was die BAUR-Gruppe dafür tut, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein barrierefreies Arbeitsumfeld zu ermöglichen. Besonders beeindruckt hat mich dabei die überdurchschnittliche Prozentzahl an Angestellten mit Handicap, die für die BAUR-Gruppe tätig sind. Diese Zahl zeigt, dass Inklusion nicht nur eine gesetzlich vorgeschriebene zu erfüllende Prozentzahl, sondern dass sie viel mehr die Chance ist, wertvolle MitarbeiterInnen für das Unternehmen zu gewinnen.

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