Heute möchten wir euch einen kleinen Einblick in den Arbeitsalltag von zwei unserer Azubis der Otto Group geben. In den letzten Jahren der Pandemie hätten die beiden Ausbildungen, geprägt durch Homeoffice oder vor Ort arbeiten, nicht unterschiedlicher ablaufen können.

Der 01. September 2022 ist für viele junge Erwachsene in Deutschland ein ganz besonderer Tag: Der Ausbildungsstart. Die BAUR-Gruppe begrüßt in diesem Jahr 18 neue Auszubildende und duale Studierende sowohl im E-Commerce als auch in klassischen Berufen wie Büromanagement und Informatik. Seit zwei Jahren beeinflusst die Pandemie die Arbeitswelt, so auch die Bewerbungsprozesse, das Onboarding neuer Kolleg*innen und gemeinsames Lernen – besondere Herausforderungen, die auch die Auszubildenden und Studierenden betreffen. Dominik Zonno (28), Auszubildender zum Groß- und Außenhandelsmanager bei OTTO in Hamburg, und Eva Franke (18), Auszubildende zur Fotografin bei den BAUR Studios in Weismain, berichten, wie unterschiedlich sie die ‚Corona-Ausbildung‘ erlebt haben.

Remote und Präsenz

Wie finde ich teamübergreifend Anschluss zu meinen Mit-Azubis? Wie motiviere ich mich auch im Homeoffice? Wer hilft mir, wenn ich etwas nicht verstehe und nicht einfach so über den Schreibtisch hinweg fragen kann? Das waren einige Fragen, die im Herbst 2020 neues Denken und neue Wege im Berufskontext forderten. Während rund 90 Prozent der Kolleg*innen aus dem Mobile Office zusammenarbeiten konnten, war Eva als angehende Fotografin mit ihrem Team vor Ort in den BAUR Studios. Eva berichtet von den wichtigen Hygienemaßnahmen und zieht aus der Arbeit in Präsenz nur Positives. „Ich habe schon das Gefühl, dass das für mich ein Vorteil ist. In praktischen Berufen kann man vor Ort einfach besser lernen. Auch die Möglichkeit, Fragen direkt zu stellen, hat die Kommunikation und die Zusammenarbeit im Team einfacher und schneller gemacht“. Bei Dominik hat es etwas gedauert, bis er den Otto-Campus in Hamburg Bramfeld zum ersten Mal betreten hat. „Bei mir fand von Vorstellungsgespräch bis Onboarding alles remote statt. Ich war drei Monate nach Ausbildungsstart das erste Mal auf dem Gelände.“

Unternehmenskultur mal anders

Heute wechseln sich bei Dominiks Einsätzen Mobile Office und Hybrides Arbeiten ab. Viele Azubis und duale Studierende kannten die Präsenzkultur lange nur aus Erzählungen. Dominik findet, zum Teil konnte man sie trotzdem über den Bildschirm spüren. „Dafür, dass die Situation für alle neu war, hat OTTO sie durch Online-Austauschformate, Impulse und Veranstaltungen super gelöst. Digital kamen der Spirit und die Kultur auf jeden Fall rüber.“

Für Eva gehörten persönlicher Kontakt, das gemeinsame Essen in der Kantine und der Face-to-Face Austausch trotz Corona-Regeln zum Alltag. „Das Einzige, was sich für mich geändert hat: Ich sehe, wie die Menschen im Nebengebäude wiederkommen, sich unterhalten können und gemeinsam an Projekten arbeiten.“ Zu den anderen Auszubildenden aus ihrem Team hat sie einen guten Draht und kann sich mit ihnen austauschen. Auch das geht in Präsenz sehr viel leichter. Remote hatte Dominik es eher schwer, Kontakt zu den anderen Azubis zu halten. „Es gab zwar viele Austauschformate für uns, aber die persönlichen Treffen haben einfach gefehlt.“ In seinen Einsatzbereichen habe er schnell Anschluss gefunden. „Das ist bei OTTO auch etwas Besonderes, man wird immer warm empfangen, alle sind offen und hilfsbereit.“

Dominik hat sich in „beiden“ Welten eingerichtet. „Im Mobile Office Zuhause habe ich schnell gelernt, selbstständig zu arbeiten und lösungsorientiert zu denken. Auch das proaktive Übernehmen neuer Aufgaben und die intensive Auseinandersetzung mit neuen Tools fiel mir dadurch leichter“, berichtet er. Ob und wie oft sich das Team in Präsenz trifft, kommt auf den Ausbildungsberuf und die gemeinsamen Absprachen an. Eva hat lediglich während des dreitägigen Onboardings „Remote-Luft“ geschnuppert. „Ich stelle es mir schwer vor, eine Work-Life Balance zu finden. Wenn man Berufliches und Privates nicht trennen kann, glaube ich, dass Abschalten schwerfallen kann.“

Ausbildung in Zukunft: Hybride Kultur?

Ortsunabhängiges Arbeiten, digitale Meetings und flexible Zeiteinteilung sind Aspekte, die auch nach der Pandemie beibehalten werden. Für Auszubildende wie Eva, die an ihren Arbeitsort gebunden sind, hat sich nicht viel geändert. Alle anderen lernen eine hybride Arbeitswelt voranzutreiben, die es uns erlaubt, unsere Kultur auch weiterhin in neuem Kontext zu leben. Die Azubis der letzten zwei Jahre haben es vorgemacht und sind nun die „Natives des hybriden Arbeitens“. ​​​​​​​

Ich hoffe, wir konnten euch mit diesem Beitrag einen spannenden Einblick in zwei komplett unterschiedliche Arbeitsweisen geben. Wie gefällt euch das Arbeiten im Homeoffice oder ist es in eurem Beruf überhaupt nicht möglich, remote zu arbeiten? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen!

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