Mit 25 km/h einmal um Deutschland? Auf so eine Idee kann nur ein kreativer Kopf wie unser Simon Dellert kommen. Simon ist in den BAUR-Studios als Fotograf und Videoproducer tätig und hat das richtige Maß an Work-Life-Balance gefunden 🙂 . Im folgenden Beitrag erfahrt ihr nicht nur etwas über Simons Job sondern auch seiner spannenden Mofa-Tour.  Bei dieser darf natürlich nicht sein bester Freund Jens sowie sein Equipment fehlen.

Lieber Simon, du hast mit deiner Ausbildung zum Fotografen bei BAUR begonnen. In welchem Jahr hast du denn gestartet und wie lief diese so ab?

Ich habe 2015 mit meiner Ausbildung bei BAUR begonnen. Damals war ich 16 Jahre alt.  Da das Pendeln als unter 18-Jähriger nach Weismain recht schwierig ist, bin ich mit anderen BAUR-Azubis in eine WG nach Burgkunstadt gezogen. Dort habe ich bis zum Beginn meiner Reise gewohnt – insgesamt also 4 Jahre. Zur Berufsschule musste ich immer Blockweise nach Bayreuth. Meine Kolleginnen waren immer so nett, dass sie mich mitgenommen haben bis ich 18 geworden bin 🙂 .

 

Was war deine Gesellenprüfung? Hast du davon vielleicht noch Bilder, die wir unseren Lesern zeigen können?

Wir haben als Fotografen bei unserer Abschlussprüfung verschiedene Bereiche, die wir fotografieren müssen. Es gibt einmal die „Freie Wahl“. Da dürfen wir uns ein Thema aussuchen, zu welchem wir mindestens drei Bilder machen müssen. Diese sollten jedoch in unserem Schwerpunkt liegen – bei mir war das also Produktfotografie. Hierzu muss man im Vorfeld eine Konzeption schreiben, in der man genau erklärt, wie die Bilder zum Schluss aussehen und weshalb man sie so gemacht hat… Ein weiteres Thema ist auch noch im jeweiligen Schwerpunkt: Wir mussten einen Karabiner fotografieren. Einmal auf weiß mit Spiegelung, 1x im Detail, 1x mit Steinhintergrund und 1x im Klettereinsatz. Das dritte Thema ist ein schwerpunktfremdes Thema, dazu bekommt man eine Auswahl vorgelegt. Ich habe mir damals Wissenschaftsfotografie ausgesucht und ein verschimmeltes Brot und einen verschimmelten Käse fotografiert. Bei dieser Aufgabe hatte ich auch Glück… Mein Brot ist nicht geschimmelt und aus lauter Verzweiflung habe ich einen IG-Aufruf gestartet, ob irgendjemand ein verschimmeltes Brot Zuhause hat. Gott sei Dank konnte mir eine Kollegin von BAUR aushelfen 😀 .

 

 

 

Wie sieht denn ein gewöhnlicher Arbeitstag von dir im Fotostudio aus? Was hast du alles für Aufgaben?

Das ist tatsächlich ganz unterschiedlich. Meistens betreue ich aber die Filmprojekte, die bei uns im Haus anstehen. Somit bin ich größtenteils mit Videos beschäftigt: egal ob Storybook schreiben, Musik raussuchen, Set aufbauen oder die Videos im Nachgang schneiden. Sollte zwischendrin noch etwas Zeit sein, werde ich für alle möglichen Fotojobs bei uns im Haus eingesetzt. Meistens dann aber in der Möbelfotografie im Milieu.

 

Wir beide haben auch schon gemeinsam ein Videoprojekt durchgeführt. Daher weiß ich, wie kreativ du bist und dass du deine Ideen, die manchmal auch etwas verrückter sein können, immer durchziehst. Du hast mir damals berichtet, dass du gemeinsam mit Jens und euren Mofas einmal um Deutschland fahren willst. Ich war am Anfang etwas skeptisch, vor allem wie das mit dem ganzen Gepäck insbesondere deinem Kameraequipment und Zelt klappen soll. Doch nun seid ihr unterwegs und habt schon einiges erlebt. Mittlerweile habt ihr das vierte Radlager geschrottet –  aber ihr bringt eure Mofas immer wieder zum Laufen.

 

Welche Stadt oder welches Erlebnis ist dir bisher am meisten in Erinnerung geblieben?

Definitiv Hamburg. Dort haben wir ein paar Tage Pause gemacht. An unserem Abreisetag haben wir noch sämtliche Touri-Spots abgefahren, um dort Bilder zu machen. Wir waren unter anderem auf der Reeperbahn und bei der Davidwache. Ich habe bei der Davidwache einige Bilder von unseren Mofas gemacht. Dabei sind zwei Polizisten auf uns zugekommen…die beiden haben sich sehr für unsere Reise interessiert. Zum Schluss hat der Polizist noch Bilder von uns mit seinem Kollegen vor der Davidwache gemacht. Einige Minuten später ist der eine Polizist noch einmal zu uns zurück gekommen und hat uns Anstecker von der Davidwache geschenkt, weil er es so klasse findet was wir machen! 🙂

 

 

Wie viele Kilometer habt ihr am Anfang geplant zurückzulegen?

Die Grenze hat eine Gesamtlänge von 3.714 km – wir haben einfach mal grob 4.500 km geschätzt. Inzwischen glauben wir aber, dass es ein bisschen mehr wird. Ist ja aber auch absolut egal 😀 Wirklich gut planen konnten wir noch nie. Am ersten Tag wussten wir tatsächlich noch nicht einmal, ob wir erst in den Norden oder erst in den Süden fahren.

 

Da du ja jetzt so viel mit deinem Mofa fährst. Wirst du dann ab September auch mit deinem Mofa zur Arbeit kommen oder steht bereits ein neues Fahr-Projekt an?

Erst einmal werde ich auf jeden Fall mit dem Mofa auf Arbeit fahren. Zwei Tage bevor wir unsere Tour gestartet haben, haben wir noch einen Trabi gekauft. Das nächste größere Projekt steht dann aber auch noch an. Seid gespannt, was dann auf dem Fotostudio-Parkplatz stehen wird 😀

Vielen Dank für das Interview, Simon. Ich wünsche euch beiden noch eine super Zeit mit vielen spannenden Momenten. Genießt eure Tour. Für alle, die noch mehr von der „Jensimofa-Tour“ erfahren möchten, sollten unbedingt auf Simons Blog vorbeischauen 🙂 Und diejenigen, die auch Lust auf so einen kreativen Ausbildungsberuf haben, können sich auf unserer Karriere-Website informieren.

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