Die BAUR-Gruppe besteht aus sechs Unternehmen, die sich in verschiedenen Bereichen betätigen und miteinander kooperieren. Eines dieser Tochterunternehmen ist die 2. HTS. Ich war vor Ort und habe mir das Unternehmen einmal genauer angeschaut. Heute geht es darum, wie ein Paket zu Dir nach Hause gelangt und welche Rolle die 2. HTS dabei spielt.

Ausformuliert heißt es: Zweite Hermes Transtore Service GmbH. Was steckt dahinter? Von außen betrachtet vor allem ein riesiger Teil des Gebäudekomplexes in Altenkunstadt. Roland Walther, stellvertretender Abteilungsleiter bei der 2.HTS und Andrea Dembowski, Projektleiterin, haben mich durch die Abwicklung geführt und mir meine hauptsächliche Frage beantwortet: was macht eigentlich die 2. HTS?

Die 2. HTS ist ein Warenverteilzentrum. Das heißt, hier werden im Auftrag von Hermes die Sendungen aller Kunden vorsortiert, sodass diese danach weiterverteilt werden können. „55% der Pakete, die den Standort durchlaufen, sind Konzernware. Das heißt, es sind Sendungen von Otto, BAUR, Heine, I´m walking, About You oder Witt Weiden. Dementsprechend sind 45% Fremdwaren“, erklärt Roland Walther. Fremdwaren können Privatpakete sein oder Pakete, die im Auftrag eines anderen Versandhändlers, der nicht zur Otto- oder BAUR-Gruppe gehört, sortiert werden.

Von Hermes Germany gibt es sechs dieser Verteilzentren in ganz Deutschland. „Unseres in Altenkunstadt ist das Südlichste und wurde 2001 gebaut. Diese Verteilzentren beliefern 54 Depots, in denen die Pakete dann an die Adressaten verteilt werden“, beschreibt Andrea Dembowski. Das heißt, es kommen Lastkraftwagen mit einer großen Menge an Paketen an, die für Kunden in ganz Deutschland bestimmt sind. Diese werden entladen und die Sendungen auf die Anlage eingeschleust und sortiert. Sortiert heißt dabei, dass sie, nach Zielorten aufgeteilt, in neue Lastkraftwagen geladen werden. Diese fahren wiederum ein bestimmtes Depot an, das sich in Deutschland oder Österreich befindet.

Auf die Frage, was es bisher an außergewöhnlichen Paketen gab, antwortet Roland Walther: „Es ist eigentlich jedes ein bisschen anders. Von Surfbrettern bis Autoreifen war schon alles dabei, jedoch machen den Großteil immer noch Textilien aus.“ Da die 2.HTS auch einen Weinhändler zum Kunden hat, laufen hier regelmäßig größere Mengen Weinkartons über die Fördertechnik.

Während der Führung durch den Bereich huschen durchgehend Pakete an einem vorbei oder über einen hinweg. Am Ende der Führung stehen wir auf einer Aussichtsplattform und können auf die Sortieranlage schauen, den Kippschalensorter. Auf ihm laufen die Pakete durch die Halle und werden an der entsprechenden Stelle abgekippt.

Über eine Rutsche gelangen dann die Pakete eine Etage tiefer zum Verladetor. Dort steht bereits ein Lastkraftwagen und in diesen wird das Paket von einem Mitarbeiter verladen und, zusammen mit anderen Paketen, platzsparend gestapelt.

Diesen Prozess durchlaufen ca. 48 Millionen Sendungen im Jahr. Heruntergerechnet sind das durchschnittlich 200 Containerladungen, also 120 Lastkraftwagen pro Tag.

Den Großteil der Arbeit der 2. HTS machen also Ver- und Entladetätigkeiten aus. Das sind teils körperlich sehr anstrengende Arbeiten. In Altenkunstadt wird jedoch kein Sperrgut sortiert. Hier findet nur das sogenannte Ein-Mann-Handling statt. Es wird also all das bearbeitet, was ein Mann oder eine Frau handhaben kann. Diese Güter überschreiten gewisse Maße nicht und wiegen nicht mehr als 31 kg.

Zahlen, Daten und Fakten:

– über 15 Kilometer Fördertechnik verlaufen durch den Standort in Altenkunstadt

– ca. 48 Millionen Sendungen im Jahr durchlaufen die 2.HTS

– 80 Container werden pro Tag entladen

– 250.000 Sendungen am Tag verlassen in Spitzenzeiten Altenkunstadt – 180.000 Sendungen zu ruhigeren Zeiten

– 135 Mitarbeiter sind in der 2. HTS beschäftigt

Ich bedanke mich bei Andrea Dembowski und Roland Walther für die Führung durch die 2. HTS und die Beantwortung meiner Fragen.

Derzeit sind wir auf der Suche nach tatkräftiger Unterstützung während der Pfingstferien im Bereich Logistik an unseren Standort Weismain. Daneben bietet die BAUR-Gruppe weitere Einsatzmöglichkeiten während der Sommerferien an. Du bist mindestens 16 Jahre alt und möchtest in den Schul- bzw. Semesterferien erste Arbeitserfahrungen sammeln? Nähere Informationen dazu findest Du auf unserer Jobbörse.

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung.

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