Christian Jung gibt Flüchtlingen Deutschunterricht. Im Weismainer Flüchtlingsheim engagiert sich der BAUR Mitarbeiter ehrenamtlich und trägt einen Teil zu einer erfolgreichen Integration der Menschen bei uns in Deutschland bei.

 

Diesmal haben wir ihn ausschließlich zu seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Weismainer Flüchtlingsheim befragt:

Christian, wir finden es toll, dass du dich aktiv bei der Integration von Flüchtlingen engagierst. Was hat dich dazu veranlasst und seit wann betätigst du dich ehrenamtlich?

Im letzten Herbst, als die Flüchtlingskrise ihren bisherigen Höhepunkt erreichte, habe ich mich entschlossen, mich bei der Flüchtlingshilfe einzubringen. Weil ich Wochenendpendler bin, habe ich während der Woche dazu mehr Zeit als am Wochenende zuhause. Deswegen habe ich mich entschlossen, hier vor Ort zu helfen.

Was machst du genau?

Ich gebe in einer Kleingruppe Deutschunterricht. Da ich das nach der Arbeit mache, kommen zu mir in der Regel Personen, die schon etwas länger hier sind und teilweise sogar bereits Lehrstellen haben. Wir machen verschiedenste Übungen, teilweise aus dem Internet, teilweise aus den Büchern, die die Flüchtlinge haben, teilweise entstehen auch einfach Themen aus dem alltäglichen Leben. Deutlich bewusst wurde mir dabei wieder einmal, wie schwer die deutsche Sprache ist.

Wie bist du zu genau dieser Aufgabe – Deutschunterricht für Flüchtlinge gekommen?

Ich habe mich dazu an die Weismainer Ansprechpartnerin der „Aktiven Bürger Lichtenfels“ gewendet. Wir haben uns darauf verständigt, dass ich den Flüchtlingen die deutsche Sprache bei bringe. Es gibt dort aber auch noch viele andere Möglichkeiten mitzuhelfen: ob als „Lehrer für Alltagsdeutsch“, Hausaufgabenbetreuer oder einfach indem man den Flüchtlingen unsere Kultur etwas näher bringt. Dies ist nur ein Ausschnitt der Aufgaben, den die Aktiven Bürger Lichtenfels ehrenamtlich erfüllen. Noch mehr Infos unter http://www.aktive-buerger-lichtenfels.de/

 

Was ist deine Motivation, Geld gibt es ja wohl nicht?

Mir war es zunächst wichtig, mir mal ein eigenes Bild vor Ort zu machen. Nun ziehe ich meine Motivation aus der Dankbarkeit und den glücklichen Gesichtern der Flüchtlinge auch schon bei kleinen Erfolgen. Ich freue mich einfach, dass ich meinen Beitrag zur Integration der Flüchtlinge bei uns in Deutschland leisten kann.

Vielen Dank für deine Auskünfte und dein Engagement für die Flüchtlinge!

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.