Die Ausgangssituation im Recruiting

 

Die Ergebnisse der Phasen werden dem gesamten Bereich vorgestellt und diskutiert

Die Ergebnisse der Phasen werden dem gesamten Bereich vorgestellt und diskutiert

Die Zeiten, als Bewerber in langen Schlangen vor den Türen der Unternehmen standen um einen Job zu bekommen, sind längst Geschichte. Vielmehr hat der demographische Wandel zum allseits bekannten “War for Talents“ im Recruiting geführt. Zudem steigen die Anforderungen an die Mitarbeiter. Gleichzeitig müssen Unternehmen in ihren Prozessen immer schneller werden ohne qualitative Abstriche zu machen, damit sie am Markt bestehen können.

Die Recruiting-Situation für die BAUR-Gruppe wird außerdem durch einen leergefegten Arbeitsmarkt in der Region und einem (vermeintlichen) Standortnachteil in den Augen potenzieller Bewerber verschärft.

Das klingt nicht gerade ermutigend. Trotzdem wollten wir das machen, was uns in der BAUR-Gruppe schon immer ausgezeichnet hat. Ärmel hochkrempeln und sich gemeinsam den Herausforderungen stellen.

 

Der Auftakt

Den Auftakt setzten vier Führungskräfte des Bereichs (später im Projekt bekannt als die „Fantastischen Vier“). In einem Workshop strukturierten sie grob den aktuellen Recruiting-Prozess aus Sicht des Personalbereichs und teilten ihn in 5 Phasen ein:

  • Vorbereitung & Input
  • Strategie & Actionplan
  • Search & Screen
  • Selection & Hire
  • Onboarding

Die einzelnen Phasen sollten nun operativ betrachtet werden und der ideale Prozessablauf (losgelöst von Ressourcen- oder Budgetbeschränkungen) in der einzelnen Phase ausgearbeitet werden.

Die Arbeit in den Recruiting-Phasen

Gefühlswelt unserer neuen Mitarbeiter während des Onboardings

Gefühlswelt unserer neuen Mitarbeiter während des Onboardings

Rund um die fünf Phasen bildeten sich kleine Projektteams, die eben nicht nur aus Recruitern bestanden. Fast der komplette HR-Bereich war involviert und die Leitung der einzelnen Phasen lag in den Händen derer, die sich einbringen wollten.

Prozesse wurden skizziert, technische Lösungen recherchiert und das Zusammenspiel zwischen HR und Fachbereich definiert: Wer macht was? Wie wirkt welche Handlung auf den Bewerber? Was können und wollen unsere Fachbereiche selbst in die Hand nehmen? Was erwarten die Führungskräfte von uns?

Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich eine Dynamik und echte Aufbruchsstimmung im HR-Bereich.

Das Ergebnis

Uns ist schnell klargeworden, an welchen Stellen unser alter Prozess nicht mehr unseren eigenen Anforderungen entspricht. Und wir hatten das „Go“ von ganz oben (Zeit + Budgets) daran etwas zu ändern.

Und was hat sich genau verändert?

Kathrin präsentiert ihre Phase des Recruiting-Prozess

Kathrin präsentiert ihre Phase des Recruiting-Prozess

  • Mehr (und aussagekräftigere) Reportings (um die Fachbereiche datenbasiert zu beraten)
  • Mehr Verantwortung und Einflussmöglichkeit für den Fachbereich (inhaltlicher Input für die Stellenanzeige, aber auch beim Durchführen der Vorstellungsgespräche)
  • Teamrecruiting statt Einzelentscheidungen (das Hiring-Team sucht einen neuen Mitarbeiter, nicht nur die Führungskraft)
  • Personifizierte Stellenanzeigen (wählbare Benefit-Icons, individuelle Mitarbeiter-Testimonials und keine systemseitigen Beschränkungen, z.B. durch vordefinierte Überschriften)
  • Stärkere Nutzung von moderneren Akquiseformen (vom häufigeren Einsatz von Active Search über ein professionelles Talentmanagement bis zum besseren Einsatz von Social Media im Rahmen der Stellenbesetzung)
  • Digitale Lösungen statt analoge Prozesse

Lessons learned

#Collaboration: Die Zusammenarbeit in kleinen Projektgruppen (losgelöst von der normalen Bereichsstruktur) hat unglaublich viel Spaß gemacht und war richtig effektiv. Durch die verschiedenen Blickwinkel haben wir uns erstaunlich gut ergänzen können und gerade die Hinweise der Nicht-Recruiter waren erfrischend unkonventionell.

#Power: Wenn wir alle gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten, haben wir eine echte Schlagkraft und können auch große Projekte stemmen.

#Speed: Wenn wir auf eine fixe Deadline hinarbeiten, können wir innerhalb weniger Wochen viel auf die Beine stellen.

Ausblick

Die Umstellung auf den neuen Prozess findet aktuell statt und wird schrittweise vorgenommen.

Anfang April haben wir den neuen Prozess im den Mitarbeitern vorgestellt und äußerst positives Feedback erhalten. Jetzt haben wir (HR & Fachbereich) ein gemeinsames Ziel vor Augen auf das wir Schritt für Schritt hinarbeiten.

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