veröffentlichen

Mein Arbeitstag beginnt für gewöhnlich damit, dass ich, mehr oder weniger wach, ins Büro stapfe – angeblich hört man mich schon aus 50 Metern Entfernung kommen – meine Sachen in die Ecke stelle und erst einmal einen bis drei Kaffee trinke. Vielleicht könnte ich auch einfach mehr schlafen, aber wer hat die Zeit dafür?

Von Ende Oktober 2019 bis Ende März 2020 war ich in der BAUR-Gruppe als Praktikant in der Unternehmenskommunikation tätig. Das bedeutet zunächst einmal: Eine Menge Informationen. Jede Neuigkeit, die im Intranet veröffentlicht wird, wird von uns entweder selbst geschrieben oder weitergeleitet. Meistens sind das ein bis zwei „große“ Nachrichten und einige kleinere, das variiert von Tag zu Tag.

 

Generell kommen nahezu alle Infos aus dem Unternehmen früher oder später bei uns vorbei. Ich bekomme deshalb auch so Einiges aus anderen Abteilungen mit – von bunten Meldungen bis ernsteren Angelegenheiten. Je nach Relevanz entscheiden wir dann, wie diese Informationen kommuniziert werden. Manche Dinge müssen sofort ins Intranet, andere können auch noch ein paar Tage warten. Ersteres sind meistens dringende Updates – quasi „Breaking News“. Letzteres können z.B. Ankündigungen von Veranstaltungen oder Nachberichte zu solchen sein, aber auch Updates zu längerfristigen Projekten.

 

Artikel zu schreiben und ins Intranet zu stellen, gehört zu meinen Hauptaufgaben in der Unternehmenskommunikation.

 

Um bei den Themen immer auf dem Laufenden zu bleiben, bespreche ich mich regelmäßig mit meinen Kollegen in einer Art Redaktionskonferenz. Dort legen wir in der Regel den Plan für die nächsten ein bis zwei Wochen fest. Dieser Plan ist aber weiterhin flexibel, falls kurzfristig relevantere Themen auftauchen. Außerdem habe ich die Möglichkeit, eigene Themenvorschläge einzubringen. Davon konnte ich auch schon ein paar zu fertigen Artikeln ausarbeiten.

 

Auch an der Kommunikation in Krisensituationen, ganz aktuell z.B. dem Umgang mit dem Coronavirus, sind wir beteiligt. Unter anderem arbeiten wir mit der Personalbetreuung, dem Werkschutz und auch Vertretern der Geschäftsführung zusammen. Ein sehr spannendes Thema. Obwohl ich selbst nur am Rande damit zu tun habe, fühlt man sich ein bisschen wie im Film, wenn die Kollegen sagen: „Wir müssen jetzt wieder zur Krisensitzung.“ Gerade bei solch kritischen Themen ist eins besonders wichtig. Man sollte mit Feingefühl und der passenden Wortwahl an die Situation herangehen. Bagatellisiert man ein Problem, so fühlen sich Kolleginnen und Kollegen möglicherweise in ihren Sorgen nicht ernst genommen. Es darf aber auch nicht über dramatisiert werden, sonst schürt man nur unnötige Ängste. Obwohl sie spannend sind, glücklicherweise kommen solche Krisensituationen aber nur selten vor.

 

Grundsätzlich ist die Ausdrucksweise – auch bei alltäglichen Situationen – von großer Bedeutung. Themen, die für mich selbst keine besondere Relevanz besitzen, können für andere Kolleginnen und Kollegen – etwas überspitzt gesagt – eine Herzensangelegenheit sein. Als Faustregel gilt, dass jedes Thema unvoreingenommen und neutral behandelt werden sollte. „Schönschreiben“ oder das Zurückhalten von Fakten gibt es nicht. Allerdings muss immer auch abgewogen werden, wie relevant manche Einzelheiten sind. Wenn ich beispielsweise in einem Artikel über den Office 365-Rollout über das Aussehen des Office Logos schreibe, ist das nur unnötiges Füllmaterial im Artikel.

 

Neben dem „Tagesgeschäft“ in der Unternehmenskommunikation arbeite ich auch an abteilungsübergreifenden Projekten mit.

 

Dazu gehörten zum Beispiel die Berichterstattung über die neuen Werbevideos der Personalabteilung für den Logistikbereich. Ebenso bin ich gelegentlich an der Pressearbeit beteiligt. Mit meinem Kollegen Stefan habe ich insgesamt drei Fernsehteams – vom BR, von Arte und von TV Oberfranken – bei ihren Aufnahmen an unseren verschiedenen Standorten begleitet. Bei einer Aufnahme habe ich auch spontan als Statist mitgewirkt. Mein schauspielerisches Talent konnte ich auch in zwei Videos der Personalabteilung unter Beweis stellen. Anscheinend habe ich mich dabei auch weniger ungeschickt angestellt als befürchtet.

 

Ich bin ein großer Fan der Unternehmenskultur der BAUR-Gruppe. Vor Allem dass sich hier untereinander alle Kolleginnen und Kollegen duzen, hat mir gleich zu Beginn sehr gefallen. Ich wohne in der Nähe der Uni und wenn mich andere Studenten – hauptsächlich Erstsemester – mit „Sie“ ansprechen, ziehe ich regelmäßig eine Augenbraue hoch. Ich bilde mir ein mit dem kritischen Blick ein bisschen wie „The Rock“ oder wahlweise Emilia Clarke auszusehen. „Ich bin 27, nicht 72“ oder „Die Geheimratsecken hatte ich schon mit 20, das hat nichts mit dem Alter zu tun“, geht es mir dann durch den Kopf.

 

Die Zeit bei der BAUR-Gruppe ging wirklich erstaunlich schnell vorbei. Das ist einerseits sehr schade, aber andererseits zeigt es auch, wieviel Spaß mir die Arbeit hier macht. Ich habe hier sehr viele wertvolle Erfahrungen mitnehmen und tolle Kontakte knüpfen können.

 

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.