Magst du dich kurz vorstellen und erzählen warum du dich für eine Ausbildung bei BAUR zum Fachinformatiker für Systemintegration entschieden hast?

Hallo, ich heiße Lukas Zahorka und habe im September 2015 meine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration bei BAUR begonnen. Derzeit bin ich mitten im zweiten Ausbildungsjahr und habe vor Kurzem meine Zwischenprüfung abgelegt. Wenn alles wie geplant läuft, kann ich meine Ausbildung nächstes Jahr abschließen. Spaß an Technik, Computern und allem was damit zusammenhängt hatte ich schon immer. Den Grundstein habe ich während meiner Schulzeit gelegt, indem ich mich für den naturwissenschaftlichen Zweig entschied. Daneben habe ich Praktika bei verschiedenen kleineren Firmen im IT-Bereich absolviert und wurde so in meinem Berufswunsch bestätigt. Wenn es Zuhause ein Problem mit dem Laptop oder Internet gibt, bin ich meist derjenige, der alles wieder zum Laufen bringt.

 

Welches Projekt war das letzte, an dem du gearbeitet hast?

Vor Kurzem habe ich den Backup-Speicher von BAUR im Backup-Rechenzentrum um ein neues Storage-System erweitert. Es handelt sich dabei um den firmeninternen Speicher, auf dem in erster Linie Unternehmensdaten, diverse Laufwerke und E-Mails gespeichert sind. Eigentlich sind alle Daten in den Produktionsrechenzentren gespeichert, allerdings landen die Backups zusätzlich an einem weiteren Standort – sicher ist sicher! Bei dem Projekt wurden insgesamt 360 Terabyte Speicher, aufgeteilt auf 60 Festplatten, eingebaut. Für alle, die sich unter der Größe nichts vorstellen können: Der Speicherplatz ist vergleichbar mit einem durchschnittlichen Full HD Video mit einer Laufzeit von 60.000 Stunden und bietet somit einiges an Platz.

 

Das bisher größte Projekt, an dem du beteiligt warst, war der Rückzug des Rechenzentrums Ende Januar. Wie kann man sich einen solchen Umzug vorstellen und was hast du dabei gelernt?

Da das Rechenzentrum am Produktionsstandort in die Jahre gekommen war, entschloss man sich für einen Neubau, allerdings auf der bestehenden Fläche. Die Planungen dafür begannen bereits Anfang 2014. Der Umbau und Umzug erfolgte dann im vergangenen Sommer mit der Umlagerung der IT-Systeme in das temporäre Rechenzentrum, das hierfür extra gebaut wurde. Der vorübergehende Standort war nur 20 Meter entfernt und die Wegezeit des Umzugs somit überschaubar. Nachdem das Bestandsrechenzentrum komplett leergeräumt war, wurde es renoviert und unter anderem mit einem neuen Doppelboden, einer neuen Klimaanlage und neuen USV-Anlagen ausgestattet. Es entstanden zwei neue und moderne Rechenzentren. Eine USV-Anlage (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) sorgt dafür, dass trotz einer Störung im Stromnetz die Stromversorgung sichergestellt werden kann. So viel zur Vorbereitung und dem ersten Teil des Umzugs.

Beim zweiten Teil, dem Rückzug des Rechenzentrums vom 31.01. bis 05.02. war ich selbst dabei. Im Vorfeld hatte ich gemeinsam mit einem weiteren Azubi alle erforderlichen Netzwerkkabel abgemessen, auf die exakte Länge zugeschnitten und mit Steckern versehen, um im Nachhinein einen Kabelsalat zu vermeiden. Fünf Mitarbeiter aus der IT, ein Elektriker und ich machten sich in Nachtschichten von 22:00 bis ca. 6:00 Uhr an den Rückzug der IT-Systeme vom temporären in das neu renovierte Rechenzentrum. Dafür wurden zuerst die Systeme im vorübergehenden Raum heruntergefahren, in das neue Rechenzentrum gebracht und anschließend neu konfiguriert. Abgesehen von einem kurzen Ausfall des Mitarbeiter-W-LANs, der aber schnell wieder behoben werden konnte, ist der Rückzug insgesamt betrachtet reibungslos verlaufen und konnte sogar einen Tag früher als geplant abgeschlossen werden. Bei dem Projekt habe ich wahnsinnig viel über die IT-Infrastruktur von BAUR gelernt. Wie werden die IT-Geräte an das Netzwerk angebunden, wie läuft der Ein- und Ausbau von Storage-Systemen ab und wie muss ein Netzwerk aufgebaut sein, damit es sicher vor Schäden ist? Genau das konnte ich durch den Rückzug des Rechenzentrums lernen.

 

An welchen Aufgaben arbeitest du im Moment und was steht zukünftig an?

Im Moment arbeite ich an einem neuen Netzplan, der den Aufbau der IT-Systeme über alle Unternehmensstandorte hinweg anzeigt. Falls ein technisches Problem auftaucht, weiß man dadurch sofort wo der Fehler liegt und kann das Problem gezielt angehen. Für die Erstellung nutze ich Microsoft Visio, weil man damit viele verschiedene Diagramme erstellen und alle Kabelverläufe anschaulich darstellen kann. Daneben gibt es immer wieder kleinere und größere Aufgaben – Langeweile kommt deshalb nie auf.

 

Welche Eigenschaften sollte man deiner Meinung nach für den Beruf mitbringen?

Natürlich sollte man Spaß und Interesse an der Technik haben. Aber was noch viel wichtiger ist: Wissensdurst. Die Technik unterliegt ständigen Veränderungen, weshalb eine dauerhafte Lernbereitschaft unverzichtbar ist.  Erfahrungen mit Windows, Programmierkenntnisse, um kleinere Skripte schreiben zu können sowie Excel-Kenntnisse sind natürlich auch von Vorteil.

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