„Gute Manieren wollen nicht wie eine Kunst ausgeübt, sondern unbewusst geübt sein.“

           Georg Baron von Örtzen (1829-1910)

 

 

Was versteht man unter guten Manieren? Bitte und Danke sagen? Immer freundlich lächeln? Oder doch etwas ganz Anderes? Mein Name ist Jannik Pfreundner und ich bin im 2. Lehrjahr meiner Ausbildung zum Kaufmann für Marketingkommunikation. Aufgewachsen mit den oben genannten Tugenden, gehört es für mich zur Selbstverständlichkeit diese auch anzuwenden. Jedoch ist es für jeden Azubi (auch für mich) aufregend zu sehen, welche Benimmregeln es im Berufsalltag gibt, von denen man vorher noch nichts wusste.

Unseren neuen Azubis wurde am vergangenen Donnerstag, beim alljährlichen Seminar ‚Business Knigge‘, erklärt und gezeigt, wie man sich in bestimmten Alltags- bzw. Jobsituationen entsprechend verhält.

Rund 20 Auszubildende der BAUR-Gruppe wurden von Kilian Popp und Robert Hambitzer in die Welt des „guten Benehmens“ eingeführt. Insbesondere Herr Hambitzer gilt als Experte für Business-Knigge. Er ist Personalleiter der Fürstlich Castell‘schen Bank, in der auf korrekte Umgangsformen wert gelegt wird.

Unter der Voraussetzung sich wie in einem Business-Meeting zu kleiden, ging es für unsere „Neuzugänge“ dann auch schon los. Zunächst erhielten diese einen Crashkurs über alltägliche Umgangsformen: Wie grüße ich richtig, wen grüße ich zuerst oder ganz einfach: wünsche ich jemandem Gesundheit, wenn er niest?

Einen großen Block des Seminars, nahm das Verhalten und Benehmen bei einem Essen in Anspruch. Um dies bestmöglich zu simulieren erhielten die Azubis ein drei Gänge Menü in der Kantine. Mit Hilfe der Azubis aus dem zweiten und dritten Lehrjahr wurden die SeminarteilnehmerInnen bedient und konnten nun zeigen, was sie aus den vergangenen Stunden mitgenommen haben. Auch wir „Service-Azubis“ gaben unser Bestes, um die Situation möglichst realitätsgetreu darzustellen. Das bedeutete: Klare Reihenfolge beim Servieren, einheitliche Richtung von der serviert und abgetragen wird.

Nachdem das Essen erfolgreich verlaufen war, ging es nachmittags weiter mit einer Beurteilung der Business-Outfits. Hier gab es reichlich Tipps von den Experten, was verbessert werden kann –  aber auch, was bereits gut umgesetzt wurde. Zu guter Letzt mussten die Azubis nochmal selbst aktiv werden indem sie MitarbeiterInnen der BAUR-Gruppe sowie Passanten interviewten, welche Umgangsformen für sie persönlich wichtig sind. Viele legen dabei Wert auf die Wörter Bitte und Danke sowie eine Begrüßung oder Verabschiedung am Morgen oder Feierabend.

Ich persönlich finde es klasse, dass jedem Azubi ermöglicht wird, ein solches Seminar zu besuchen –  diese Möglichkeit hat sicherlich nicht jeder. Umgangsformen wie zu Beginn genannt, Bitte und Danke, etc. sind gang und gäbe und gehören zu unserem Alltag. Aber für viele dürfte es trotzdem eine Kunst bleiben, besondere Business-Umgangsformen korrekt auszuüben, da sie bis vor kurzem noch nicht zu unserem Alltag gehörten.

 

 

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