In meinem heutigen Blogbeitrag möchte ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wie versprochen, eine sehr interessante Persönlichkeit bei BAUR vorstellen. Frau Andrea Latifaj ist Leiterin der Abteilung Sortimentierung und Bestückung Textil/Hartwaren. In einem Interview berichtet sie von Ihrem Werdegang und den erlebnisreichen Erfahrungen, welche sie während Ihrer Zeit bei der BAUR Gruppe bereits machen konnte.

Liebe Frau Latifaj, erzählen Sie unseren Leserinnen und Lesern kurz etwas zu Ihrer Person und Ihrem spannenden beruflichen Werdegang.

Mein Name ist Andrea Latifaj, und ich gehöre mit jungen 51 Jahren zu den sogenannten Baby-Boomer Jahrgängen. Als gebürtige Dithmarscherin (Dithmarschen ist ein kleiner Landkreis direkt an der Nordseeküste in Schleswig-Holstein) habe ich Wikingerblut in in den Adern. Fernweh statt Heimweh…daher zog es mich nach meinem Abitur in der Heimat auch direkt nach Hamburg, dem Tor zur Welt. Nach meiner Ausbildung zur Wirtschaftsassistentin bin ich nach spannenden Berufsjahren im Im- und Export mit einer Initiativbewerbung bei Otto durchgestartet. Nach Stationen in diversen Einkaufsabteilungen als Disponentin für Damenmode, Wäsche sowie Bademoden und Substitutin in der Kollektionsabteilung einer Eigenmarke, konnte ich vor allem in der Zusammenarbeit mit langjährigen Otto Mitarbeitern sehr viel Erfahrung sammeln. Zusätzlich bietet der Otto-Konzern natürlich eine exzellente persönliche und fachliche Fortbildung.

Ich wurde 1997 zur „International Brand Cooperation Managerin“ promotet. Meine Aufgabenstellung war die Internationalisierung einer damals sehr erfolgreichen Otto Eigenmarke. Während einer der vielen Fernostreisen in dieser Tätigkeit bot mir die Geschäftsführung von Otto Japan eine Stelle als Fashion Director an. Nach meiner spontanen Zusage stellte ich mich nur drei Monate später in Tokio der neuen beruflichen Herausforderung. Mit der Zielgruppe von Otto Japan hatte ich mich bereits vorher intensiv auseinandersetzen können und musste in meiner neuen Aufgabe mit dem Einkaufsteam Sortimentslücken identifizieren. Japanerinnen sind sehr markenaffin. Es begann eine intensive Reisetätigkeit: mit meinen Teams bin ich im wechselnden Rhythmus nach New York, Mailand und Paris zum Ausmustern aus Markenkollektionen geflogen. Entsprechend zeitlich versetzt fanden die Fotoshootings in Südafrika sowie in den großen Fotostudios in Mailand und Chicago statt. Das Leben im Ausnahmezustand opferte ich jedoch nach vier sehr erfolgreichen geschäftlichen Jahren in Japan gern der Heimat mit Familie und Freunden…Sushi und tolle Jobs gibt es ja auch in Deutschland!

Seit zwölf Jahren sind Sie nun hier bei BAUR und leiten die Abteilung Sortimentierung und Bestückung Textil/Hartwaren. Was zeichnet diese Abteilung aus? Was machen Sie in dieser Position bei BAUR genau? Wo liegt Ihr Arbeitsschwerpunkt?

Im Kern ist meine Aufgabenstellung die fachlich-organisatorische und disziplinarische Führung des Teams. Ich stelle den Informationsfluss, die terminliche und prozessuale Koordination mit tangierenden Abteilungen sicher und fungiere als zentrale Schnittstelle aller übergeordneten Ebenen. In meinem Team werden für BAUR Katalogformate, Newsletter und Online-Shops zielgruppenfokussierte Sortimente erstellt. Unsere Sortimentsquelle ist das gesamte Angebotsrepertoire des Otto-Konzerns. Wir sind eng verzahnt mit unserem Vertrieb und den Werbe- bzw. Einkaufsabteilungen des Konzerns.Was zeichnet uns aus? Wir arbeiten analytisch, kreativ und erfolgsorientiert! Und sind natürlich gemeinsam mit viel Leidenschaft und Spaß dabei!

Typischer Arbeitsalltag – gibt es diesen überhaupt?

Nein, jeder Tag sieht anders aus, abhängig vom jeweiligen Projekt und dem prozessualen Umsetzungsstatus. Mit zunehmender Berufserfahrung schleicht sich natürlich immer ein Quäntchen Routine ein, aber bei BAUR gibt es garantiert ständig neue Projekte mit herausfordernden neuen Aufgaben für mein Team und mich!

Was schätzen Sie an Ihrem Job?

Dass es keinen typischen Arbeitsalltag gibt…

Sehr schätze ich in meiner Position die Verantwortung in der Zusammenarbeit mit sowie Entwicklung von Mitarbeitenden. Ich gebe mein Wissen und meine Erfahrung leidenschaftlich gern weiter. Aus diesem Grunde habe ich bereits mehrere Studierende während Ihrer Abschlussarbeit erfolgreich betreut. Auch spannendes Neuland gab es in den vergangenen Jahren bei BAUR für mich. Ich habe mich intensiv mit dem Thema Marktforschung beschäftigt und an der Entwicklung von textilen Sortimentsstrategien mitgewirkt.

Und was schätzen Sie an BAUR als Arbeitgeber?

Primär sind es die flachen Hierarchien im Unternehmen und der vertrauensvolle Umgang miteinander – Entscheidungstragende sind immer ansprechbar. Außerdem bietet BAUR sichere Arbeitsplätze, sehr gute Weiterbildungsangebote und Möglichkeiten zur individuellen Work-Life-Balance.

Hamburg und Japan sind ja nun nicht vergleichbar mit Weismain – warum hat es Sie doch hier an den Obermain verschlagen?

Das weiße Blatt…das heißt die Herausforderung einer völlig neuen Aufgabe und der damit verbundenen Verantwortung im Unternehmen.

So viel Erfahrung – haben sie noch einen Tipp für alle Berufseinsteiger?

Rückblickend aus eigener Erfahrung habe ich sogar vier Tipps in folgender Reihenfolge:

  1. Legen Sie Ihre persönlichen Kriterien für Berufswahl und Unternehmen fest.
  2. Bleiben Sie geduldig und verfolgen Sie konsequent Ihre Ziele.
  3. Bauen Sie ein aktives Netzwerk für in- und externe Verbindungen auf.
  4. Nutzen Sie die Möglichkeiten zur permanenten Weiterbildung.
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