Christian Simeoni ist Senior Software Developer beim E-Commerce-Unternehmen empiriecom, einem Mitglied der BAUR-Gruppe. Interessiert auch euch wie er zur BAUR-Gruppe gekommen ist, was seine Tätigkeiten sind und welchen Tipp er für all diejenigen hat, die eine ähnliche Richtung einschlagen wollen? Kein Problem – ich habe ihn zum Interview getroffen und mir von seinem spannenden Weg berichten lassen.

Christian, magst du erzählen wie du zu deinem heutigen Beruf und letztendlich zur BAUR-Gruppe gekommen bist?

In meiner Jugendzeit war die Computerarbeit noch etwas ganz besonderes und auch das Internet steckte natürlich noch in den Kinderschuhen. Ich war sofort davon begeistert, habe mich immer mehr mit den Möglichkeiten des Computers und Internets beschäftigt und angefangen selbst Webseiten zu basteln. Schließlich machte ich mich selbstständig und habe, bevor ich zur BAUR-Gruppe kam, 10 Jahre als CAD-Programmierer 3D-Modelle entwickelt. Aus einer Knetgummi-Vorlage habe ich Modelle am Computer entworfen und diese in 3D dargestellt.

2001 lernte ich den ehemaligen Geschäftsführer der BAUR-Tochter empiriecom, Dirk Lauber, kennen. Damals hatte BAUR noch eine eigene E-Commerce-Abteilung mit nur einer Hand voll Mitarbeiter. Heute ist daraus ein eigenes Tochterunternehmen mit derzeit rund 100 Mitarbeitern entstanden. Da zu der Zeit noch alles von externen Unternehmen programmiert wurde, war Dirk Lauber auf der Suche nach einem Web Designer, der sich um die Gestaltung, den Aufbau und die Optimierung der BAUR-Webseite kümmert. So kam eines zum anderen und ich fing von heute auf morgen bei BAUR in der E-Commerce Abteilung an. Zu Beginn beschäftigte ich mich vor allem mit der Erstellung von Bildschirmschonern und animierte Comic E-Cards für die Webseite.

Unter Bildschirmschonern kann ich mir noch etwas vorstellen, aber kannst du genauer erklären was animierte Comic E-Cards sind und wofür sie gebraucht werden?

Comic E-Cards sind lustige Cartoons oder Comic-Bilder, die zu unterschiedlichen Anlässen wie beispielsweise zu Ostern, Weihnachten oder Halloween versendet werden können. Unter die fertige elektronische Grußkarte kann man einen persönlichen Text schreiben und das Werk anschließend verschicken. Ich erinnere mich, dass ich zu Ostern mal eine Comic E-Card erstellt habe, auf der ein Laster mit BAUR-Aufschrift zu sehen war, der Ostereier eingesammelt hat. Auf diese Weise wird ein Gruß mit Werbung für BAUR vereint und kann versendet werden.

Hast du einen bestimmten Tagesablauf und wenn ja wie sieht dieser aus?

Das erste was ich nach Arbeitsbeginn mache ist im Ticketsystem nachzusehen welche Aufgaben mir für den Tag von den entsprechenden Projektleitern zugeteilt wurden. Einen typischen Tagesablauf gibt es ansonsten eigentlich nicht, da die Aufgaben immer abhängig von den gerade anfallenden Projekten sind. Vor Kurzem hat die Migration von I’m walking, dem Schuhspezialversender der BAUR-Gruppe, auf eine andere Plattform stattgefunden. Migration bedeutet, dass die Webseite von I’m walking auf den neusten Stand gebracht wird und nun auf einer anderen Plattform läuft. In der Regel wird dieser Vorgang mit einer Webseite alle zwei bis drei Jahre durchgeführt, um neue Optionen zu integrieren und die allgemeine Funktionsfähigkeit zu optimieren.

2001 steckte der Online-Handel noch in den Anfängen. Wie hat sich die Arbeit eines Software-Entwicklers seitdem verändert und was gefällt dir an deinem Beruf besonders gut?

Ein Stichwort, das mir dazu spontan einfällt lautet „Responsive Webdesign“ (reagierendes Webdesign). Heute kommt es vor allem darauf an, dass die Webseite für die mobile Ansicht auf dem Smartphone optimal angepasst ist – ganz nach dem Motto „Mobile First“. Die Zukunft beim Einkaufen liegt in der Nutzung des Smartphones und entfernt sich immer weiter von PC und Laptop. Mit Hilfe der gestalterischen und technischen Methode des „Responsive Webdesign“ werden Webseiten so erstellt, dass sie auf die Eigenschaften des jeweiligen Endgeräts reagieren können und die Darstellung der einzelnen Elemente trotzdem immer übersichtlich und nutzerfreundlich bleibt.

An meinem Beruf gefällt mir besonders das kreative Arbeiten. Außerdem bin ich dadurch, was die Technik betrifft, immer auf dem aktuellen Stand. Wir sind die ersten, die die neue Technik anwenden und somit ist es immer eine Art „learning by doing“-Prozess, der einiges an Abwechslung bietet.

Welchen abschließenden Rat möchtest du unseren Lesern geben, die auch einen Beruf im Bereich IT anstreben?

Neben einer soliden Ausbildung ist vor allem eines wichtig: Leidenschaft für den Beruf. Man sollte Spaß am Ausprobieren haben und aufgeschlossen gegenüber Veränderungen sein. Denn die Technik schläft nicht und wird sich auch in Zukunft stetig weiterentwickeln.

Deshalb: Habt Mut, probiert euch aus und sammelt viele praktische Erfahrungen.

 

 

 

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.