Anfang 2016 begann Tanja Zeitlers Karriereweg in der BAUR-Gruppe. Bereits nach ein paar Monaten berichteten wir zum ersten Mal von Tanjas Praktikum in der IT der BFS. Nach einem 6-monatigen Praktikum folgte die Bachelorarbeit im Unternehmen. Mittlerweile hat Tanja die beiden Meilensteine erfolgreich hinter sich gebracht und jede Menge Eindrücke gesammelt. Nun ist sie als IT-Spezialistin bei BFS tätig. Wie es dazu kam und wie ihr Betreuer Marcus Weiß, Leiter für Kaufmännische Systeme der BFS, sie auf diesem Weg begleitet hat, erfahrt ihr hier:

Lieber Marcus, wieso ist es dir ein großes Anliegen Praktikanten in deinem Bereich zu haben?

Für mich ist es sehr interessant und wichtig, Nachwuchskräfte während ihres Studiums kennenzulernen und zu sehen, wie ihnen unsere Tätigkeiten in der IT liegen. Dabei lernt man beiderseits die Arbeits- und Verhaltensweisen schon frühzeitig kennen. Außerdem bieten wir gerne jungen Menschen den Einblick in die Praxis. Wir wissen, dass es im Studium häufig theoretisch bleibt und sich viele Studierende nach dem Abschluss fragen, in welchen Unternehmen, Themen und Aufgabenfeldern sie tätig werden können. Mit dem Praktikum versuchen wir hier eine erste Orientierung zu geben.

Und wie hast du, Tanja, den Weg als Praktikantin in die BFS gefunden?

An der Hochschule Hof gibt es eine Unternehmerbörse. Dabei bin ich auf die BAUR-Gruppe aufmerksam geworden, da die ohnehin sehr präsent in der Umgebung ist. Dort habe ich die Stellenausschreibung in der IT der BFS gefunden und habe mich direkt beworben. Dann nahm alles seinen Lauf und der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte.

Marcus, was erwartest du von deinen Praktikanten?

Das Wichtigste ist Interesse. Es ist mir wichtig, dass sich ein Praktikant aktiv einbringt, Fragen stellt und sich an Aufgaben ran traut. Grundlegende Informatik- und BWL-Kenntnisse bilden einen guten Grundstock, um bei uns im Team im Rahmen eines Praktikums mitarbeiten zu können. Ausschlaggebend sind außerdem die Motivation, das Engagement und idealerweise eine Neigung zum Prozessdenken.

Und Tanja, welche Erwartungen und Wünsche hattest du an das Praktikum?

Ich wollte vor allem Praxisluft schnuppern und meine Kenntnisse aus dem Studium anwenden. Die verschiedenen Systeme, die man während eines Wirtschaftsinformatik-Studiums kennenlernt, sehen in der Realität oft ganz anders aus, als man diese aus der Vorlesung kennt.

Marcus, ist es dir wichtig Praktikanten längerfristig zu binden und einen Einstieg in der BAUR-Gruppe zu unterstützen?

Tanja ist ein tolles Beispiel. Wie ihr oben lesen konntet, hat sie vorher ein Praktikum gemacht und ist heute fester Bestandteil des Teams. Unabhängig davon ist die Übernahme von Praktikanten von mehreren Faktoren abhängig. Neben der Sympathie und den Fähigkeiten des Praktikanten, muss natürlich auch eine Stelle vorhanden sein. Allerdings ergeben sich die Möglichkeiten zur Fortsetzung des Praktikums in Form einer Werkstudententätigkeit, einer Abschlussarbeit oder einer Übernahme oftmals während des Praktikums. Darüber freuen wir uns natürlich immer sehr, da man sich während der Mindestlaufzeit von 6 Monaten immer sehr detailliert kennenlernt und sich auch zu schätzen weiß. Dieser Zeitraum ist für das Praktikum sinnvoll, da ein großer Teil der Zeit für die Einarbeitung gebraucht wird und Praktikanten auch dahin entwickelt werden sollen, selbständig bei uns im Team mitarbeiten zu können und eigene Projekte umzusetzen.

Und du, Tanja, hast du schon früh mit dem Gedanken gespielt nach dem Praktikum deine Abschlussarbeit bei BFS zu schreiben und danach in das Unternehmen einzusteigen?

Ich habe schon zu Beginn meines Praktikums mit dem Gedanken gespielt meine Bachelorarbeit bei BFS zu schreiben und habe dies auch mit der Abteilung kommuniziert. Ich wollte das Praktikum und die Bachelorarbeit gerne verbinden und da ein vorheriges Praktikum eine Voraussetzung für eine Abschlussarbeit in der IT-Abteilung von BFS ist, habe ich diesen Weg gewählt. Hier ist natürlich ein gewisses Maß an Eigeninitiative gefragt. Der Direkteinstieg nach der Abschlussarbeit hat sich im Laufe der Zeit erst ergeben, da ich mir natürlich auch erst einmal einen Eindruck von der Abteilung und der Arbeitsatmosphäre verschaffen wollte. Da der Eindruck sehr positiv und zusätzlich eine Stelle offen war, habe ich diese Chance gerne wahrgenommen.

Welches Thema hast du für deine Abschlussarbeit behandelt und wie hat die Zusammenarbeit funktioniert?

In meiner Bachelorarbeit habe ich mich mit dem Thema „Herausforderungen & Chancen durch die Weiterentwicklung eines Onlineshops zu einem Online-Marktplatz“ auseinandergesetzt. Es war die erste Abschlussarbeit, die die IT-Abteilung der BFS betreut hat und die Zusammenarbeit hat wirklich einwandfrei funktioniert. Auch die Koordination mit der Hochschule war problemlos und daher kann jedem, der die Abschlussarbeit in einem Unternehmen schreiben möchte, die BFS ans Herz gelegt werden.

Haben sich deine Aufgaben und das Arbeiten als Direkteinsteiger im Vergleich zum Praktikum verändert?

Ja, denn ich bekomme natürlich mehr eigene Themen und Verantwortung übertragen. Außerdem habe ich mehr Freiheiten und kann selber einplanen, wann und wie ich was machen möchte. Im Praktikum hatte ich zwar auch schon viele Freiheiten und konnte weitgehend selbständig arbeiten, war aber natürlich immer auch auf meine Betreuer angewiesen. Während meines Praktikums habe ich mich insbesondere mit dem ERP-System beschäftigt, das den wesentlichen Teil der Back-End-Prozesse eines Online-Shops abbildet. Dort kümmert man sich um bestehende Prozesse und koordiniert mit Kollegen, Entwicklern und auch externen Dienstleistern die Einführung neuer Funktionen wie bspw. das Anbinden neuer Zahlarten, die Anbindung von weiteren, auch internationalen, Online-Shops oder die Anbindung an Marktplätze. Nach einer ersten Einarbeitung in Business Intelligence (kurz „BI“) während meines Praktikums, bin ich inzwischen zusätzlich im Bereich BI spezialisiert. In diesem Bereich erstelle ich auf Basis von vorhandenen Daten statische und dynamische Reports und Analysen für unsere Kunden, wie beispielsweise s.Oliver. Die Mischung aus den beiden Themengebieten ERP und BI ist für mich perfekt, da ich sowohl die Datenentstehung als auch die Auswertung innehabe. Die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden bereitet mir hierbei besonders viel Freude und auch der Programmieranteil gefällt mir sehr gut. Insgesamt ist mein Arbeitsalltag sehr vielfältig und es gibt jeden Tag neue Herausforderungen, an denen ich wachsen kann.

Wenn ihr den IT-Bereich der BFS mit 5 Schlagworten beschreiben müsstet, welche würdet ihr wählen?

  1. Teamgeist
  2. Struktur
  3. Abwechslung
  4. Kommunikation
  5. Professionalität

Lieber Marcus, hast du abschließend noch ein paar Tipps für zukünftige Praktikanten und Berufseinsteiger im IT-Bereich der BFS?

Neugierig sein. Man darf sich nicht scheuen Fragen zu stellen, sondern sollte sich an die Aufgaben herantrauen und Eigeninitiative zeigen. Ich habe es schon oft erlebt, dass Absolventen erst nach dem Studienabschluss ihre ersten Praktikumserfahrungen sammeln und keine Vorstellung von den Aufgaben in der IT haben. Deswegen empfehle ich schon während des Studiums viel Praxisluft zu schnuppern, um den Blick zu schärfen und besser abschätzen zu können, was man kann und mag und was nicht. So entwickelt man ein besseres Gespür welcher Job nach dem Studium zu einem passen würde. Was mir noch sehr wichtig ist zu sagen: Lasst euch nicht von dem Begriff „IT“ abschrecken. IT bedeutet nicht gleich Programmieren und eine hohe Zahlenaffinität. Vielmehr gehört dazu auch das Verstehen von Geschäftsprozessen und die Abbildung dieser in der IT. Auch hier gilt: Neugierig sein und einfach an die IT herantrauen.

Vielen Dank euch beiden für den spannenden Einblick!

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