…Im Schrank hinter meinem Schreibtisch sind vier rießige Kisten mit bunten LEGO-Steinen gebunkert. Auf dem Fensterbrett neben mir liegt eine Nerf Gun samt Munition. Und wo das Auge hinsieht kleben Zettelchen in allen erdenklichen Farben und Formen. Auf den ersten Blick könnte meine Zeit bei empiriecom auch an ein Praktikum in einer Kindertagesstätte erinnern. Doch falsch gedacht: alle vermeintlichen „Spielzeuge“ sind für das tägliche Arbeiten hier durchaus sinnvoll.

 

Aber von Beginn an: Ich bin Denise, 24 Jahre alt und studiere aktuell im Master Marketing, Vertrieb und Medien an der Technischen Hochschule in Ingolstadt. Bevor ich mich an meine Abschlussarbeit mache, verbringe ich fünf Monate als Praktikantin im Agilen Projektmanagement bei empiriecom in Weismain.

 

Projektmanagement ist ja klar! – Aber agil? Warum das denn?

empiriecom betreut als E-Commerce-Dienstleister aktuell rund 50 Online-Auftritte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die E-Commerce-Branche ist schnelllebig und mit ständig neuen Trends, Kundenansprüchen und Wettbewerbern konfrontiert. Um sich dieser Dynamik anzunehmen, arbeitet empiriecom agil nach Scrum. Alle Teams sind interdisziplinär zusammengesetzt und auf einzelne Produktbereiche spezialisiert. Soweit so gut, aber wo gehöre ich jetzt hin? Als Praktikantin Agile Projectmanagement/Scrum bin ich im sogenannten Project Management Office (PMO) eingesetzt. Dieses besteht aus Agilen Projektleitern, Scrum-Mastern, Technical Support und dem Agile Coach. Und genau so vielseitig wie diese Rollen sind auch meine Aufgaben!

 

Über Planungstools und SCRUM bis hin zur LEGO-City

Direkt zu Beginn meines Praktikums durfte ich an einer Agilen Basiswissensschulung teilnehmen. Dabei kam übrigens auch das erste Spielzeug zum Einsatz. Arbeiten nach Scrum wurde uns – d.h. empiriecom-Neulingen und Mitarbeitern der BAUR-Gruppe– nämlich mit LEGO erklärt. Wir durften in die Rollen von Entwickler und Scrum-Master schlüpfen und unser erstes eigenes agiles Projekt, den Bau einer LEGO-City, bearbeiten. Für mich war das die perfekte Gelegenheit auf außergewöhnliche und super spannende Art zu erfahren, wie meine Kollegen hier zusammenarbeiten. Teilnehmen war aber noch nicht alles. Bei den nächsten Terminen saß ich dann schon nicht mehr im Publikum, sondern durfte neben meinem Kollegen bereits Andere mit schulen – ein Sprung ins kalte Wasser, der aber rießigen Spaß gemacht hat.

 

Bereits nach kurzer Zeit bekam ich außerdem eigene Projekte, wie die Suche eines neuen Planungstools für das Projektmanagement übertragen. Von der Stakeholder-Analyse, der Erarbeitung und Priorisierung von Anforderungen bis hin zur Organisation von Produkt-Demos konnte ich tatkräftig unterstützen. Auch die Einführung einer empiriecom-Bibliothek – also eine Austauschplattform für alle Fachbücher im Unternehmen – wurde mir von meinen Kollegen übertragen, den Fortschritt in einem Projekt hält man übrigens am Kanban-Board fest. Jeder Task wird auf ein Post-It geschrieben und entsprechend des Status (zum Beispiel „ToDo“, „In Progress“, „Done“) an der Wand befestigt. Daher auch die vielen bunten Zettelchen überall.

 

Als weiteres Highlight meiner Praktikumszeit wird mir auch meine „Co-Moderation“ einer Retrospektive in Erinnerung bleiben. Zusammen mit einer Scrum-Master-Kollegin bereitete ich diesen im Scrum-Prozess essentiellen Termin vor, moderierte ihn mit und hielt zum Schluss die Ergebnisse digital fest. Für alle, die bei Scrum bisher nur an Rugby dachten und keinen Schimmer haben, was eine Retrospektive sein soll, hier eine Kurzbeschreibung: Die Retro ist ein Teamtreffen, bei dem es darum geht aus der Vergangenheit zu lernen. Dazu analysieren die Teammitglieder, was gut und schlecht lief und warum dies so war. Anschließend werden Maßnahmen zur Verbesserung erarbeitet.

 

Persönliche Weiterentwicklung im Fokus

Verbesserung ist bereits ein sehr gutes Stichwort. Mir wurde während meiner Zeit hier schnell klar, dass man bei empiriecom alles daran setzt sich ständig weiterzuentwickeln. Aktuelle Ereignisse und Infos werden durch verschiedenste Formate, wie Daily, Stand-Up oder Get-Together kommuniziert und geben jedem so die Möglichkeit auf dem Laufenden zu bleiben und gleichzeitig immer neue Ideen einzubringen.

 

Und was hat es jetzt mit den Nerf Guns auf sich?

Neben der Arbeit kommt der Spaß hier im PMO auf keinen Fall zu kurz. So viel wie gearbeitet wird, wird mindestens auch gelacht. Ob bei einem Nerf-Gun-Battle mit den App-Jungs oder dem gemeinsamen Schrott-Adventskalender – langweilig wird es nie. Und auch wenn man sich hier immer mal wieder gegenseitig auf die Schippe nimmt, findet man doch überall ein offenes Ohr.

 

So kurz vor Ende meiner Praktikumszeit bin ich um viele Erfahrungen reicher, konnte mir Wissen in einem meinem Studiengang fremden Bereich aneignen und bin vor allem unglaublich dankbar für die vielen tollen Menschen, die ich kennenlernen durfte.

 

Mein Fazit: Das Praktikum im Agilen Projektmanagement bei empiriecom ist zwar kein Kinderspiel, macht aber mindestens genauso viel Spaß!

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