Theresa hat bei uns ein Praktikum im Bereich „Einkauf Uhren“ absolviert. In einem Interview mit ihr habe ich erfahren, wie sie dazu kam und was sie dabei alles erlebt und gelernt hat.

Liebe Theresa, ich kenne dich ja schon gut, aber stell dich doch unseren Lesern auch kurz vor! 🙂

Na klar Anja das mache ich doch gerne. Ich komme ursprünglich aus Bayreuth. Studiert habe ich Businessmanagement mit der Spezialisierung „Mode-, Trend- und Markenmanagement“ in Nürnberg. Nachdem ich mit meinem Studium im Sommer fertig war, musste ich mir leider eingestehen, dass ich noch nicht so richtig wusste, in welche Richtung mein beruflicher Weg zukünftig gehen soll. Deshalb entschied ich mich dazu noch einmal ein freiwilliges Praktikum im Bereich Einkauf zu machen und zu testen, ob mir dieses Berufsfeld auch wirklich Spaß macht. So bewarb ich mich bei BAUR, hatte Glück und bekam eine Zusage für das Praktikum im Categorymanagement für den Bereich Uhren.

Was war dein Traumberuf als Kind? Wusstest du von Anfang an, dass es in den Einkauf gehen soll?

Ich habe als Kind für die typischen Mädchentraumberufe geschwärmt: Prinzessin, Tierärztin, Lehrerin, Kindergärtnerin – die ganze Bandbreite. Aber ein Job im Einkauf, kam mir ehrlich gesagt lange nicht in den Sinn. Erst als ich ein studentisches Pflichtpraktikum im Bereich Messe absolvierte, merkte ich, dass ich das Berufsfeld Einkauf unglaublich interessant finde. Deshalb bewarb ich mich dann auch für das Praktikum im Einkauf bei BAUR.

Wie lautet deine Berufsbezeichnung bei BAUR? Was sind deine Aufgaben?

Die genaue Bezeichnung lautet „Praktikantin im Bereich Categorymanagement Uhren“. Meine Abteilung ist für das Sortiment Uhren für BAUR, OTTO und Schwab zuständig. Hauptaugenmerk der Artikelbestückung sind die Online Shops, in einzelnen Fällen werden aber auch noch die Kataloge bestückt. Mein Aufgabenfeld ist dabei sehr abwechslungsreich. Die meisten stellen sich den „Einkauf“ wahrscheinlich wie das Einkaufen in einem Laden vor. Doch es steckt noch deutlich mehr dahinter als nur das Auswählen der Uhren. Die einzelnen Artikel müssen beispielsweise, nachdem diese bei den Lieferantenterminen gesichtet und gelistet wurden, in verschiedenen Systemen angelegt und gepflegt werden. Für die Einspielung und das Pflegen der Produktinformationen bin ich zum Beispiel zuständig. Des Weiteren schreibe ich suchoptimierte Texte, sodass der Artikel auch bei Google & Co gut zu finden ist.

Eine weitere Aufgabe ist das „Clustern“ von Artikeln. In unserem Online-Shop gibt es verschiedene Rubriken, denen verschiedene Artikel zugeordnet werden können. Ein Thema war z.B. „Silvester“. Hier war ich dafür verantwortlich passende Uhren zu selektieren und diese in die Rubrik „Silvester“ zu clustern. Zudem bin ich für die Korrespondenz mit bestimmten Lieferanten, wie z.B. Fossil, zuständig. Diesbezüglich habe ich auch die Verantwortung für das Projekt „Datenblattoptimierung“ bekommen. Besonders gefallen haben mir bei meinem Praktikum auch die Lieferantentermine, bei denen ich oft dabei sein und über die Schulter schauen durfte. Ein Highlight war dabei für mich der Besuch bei Thomas Sabo in Lauf. Dort wurde uns die neue Schmuck- und Uhrenkollektion vorgestellt. Wie ihr vielleicht schon merkt, ist mein Praktikum im Categorymanagement super vielseitig!

Wie geht es für dich nach deinem Praktikum weiter? Was ist dein Plan für die Zukunft?

Mir gefallen die Tätigkeiten im Einkauf sehr, so dass ich mir nichts besseres vorstellen kann, als auch zukünftig in diesem Berufsfeld zu arbeiten. Ich habe das Glück eine Festanstellung als Substitutin im Einkauf in einer anderen Abteilung bei BAUR bekommen zu haben. Ich freue mich riesig darüber und bin gespannt auf die vielen Eindrücke und Erfahrungen, die ich sammeln werde.

Wie würdest du das Arbeiten bei BAUR in drei Worten beschreiben?

Zukunfts-, Mitarbeiter- und Kundenorientiert

Was würdest du anderen Studierenden mit auf den Weg geben, die sich auch für den Einkauf interessieren?

In aller erster Linie ist es sinnvoll schon ein paar Erfahrungen mit MS-Office, vor allem Excel, zu haben. Denn lange Excel-Tabellen gibt es hier reichlich! Des Weiteren ist es wichtig, kaufmännisches Denken und seine persönlichen Interessen in den Hintergrund stellen zu können. Denn der Kunde kauft nicht automatisch das, was dem Einkäufer selbst gefällt. Deshalb ist es wichtig, mit betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, Daten und Auswertungen zu arbeiten. Man muss also zunächst analysieren: „Was will unser Kunden? Was hat er in der Vergangenheit gekauft und was würde ihm auch zukünftig gefallen?“
Außerdem ist es von Vorteil kommunikativ zu sein und den Kontakt mit Menschen zu mögen. Denn eine gute und konstante Beziehung zu Lieferanten ist sehr wichtig. Zusätzlich stehen oft Besuche auf Messen oder bei den Lieferanten selbst an.
Ansonsten kann ich allen, die sich für den Einkauf interessieren, aber genauso planlos sind, wie ich es anfangs war, nur empfehlen, ein Praktikum in diesem Berufsfeld zu machen. Denn Probieren geht über Studieren!

Vielen Dank, Theresa! Jetzt habe ich einen umfangreichen Einblick in deine Aufgaben bekommen.
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