Ob in unserem Online-Shop oder in den Katalogen – der wohl wichtigste Bestandteil sind die Bilder der Produkte. An unserem Standort in Weismain haben wir ein großes Fotostudio, in dem viele Fotografen damit beschäftigt sind unsere Artikel täglich ins rechte Licht zu rücken. Einer von Ihnen ist Vincent Wagner.  Mit ihm habe ich mich zum Interview getroffen, um zu erfahren, wie seine Arbeit als Fotograf  aussieht.

 

Hallo Vincent, du bist Teamleiter im Bereich Fotografie und Ausbildungsbeauftragter. Was sind deine Aufgaben? Wie sieht dein Tag aus?

Grob gesagt: Schuhe fotografieren und Azubis betreuen.

 

Da steckt aber wahrscheinlich eine ganze Menge dahinter oder? In deiner Signatur habe ich die Bezeichnung „6-Step/Schuhklinken“ gelesen. Was bedeutet das?

Ja, das ist unsere Fotografensprache. 6-Step bedeutet, dass wir jeden Schuh aus 6 verschiedenen Perspektiven fotografieren. Damit der Kunde sich den Schuh im Online-Shop auch von allen Seiten ansehen kann. Schuhklinken bezeichnet die Art von Bildern auf denen ein Paar Schuhe vor weißem Hintergrund fotografiert wird. Dieses Bild kann, dank des weißen Hintergrundes, online überall „eingeklinkt“ werden – in verschiedenen Katalogen oder auch im Onlineshop. Meine Aufgaben sind natürlich das Fotografieren der Schuhe und die Bearbeitung der Bilder. Dabei betreue ich ein Team von Schuhvorbereiterinnen, die die Schuhe für ihren Fototermin „aufhübschen“ und natürlich meine Azubis.

Circa dreimal im Jahr gehen wir aber auch auf Fotoreisen – nach München, Hamburg, Teneriffa oder Sevilla – und fotografieren die Schuhe in einem schönen Umfeld. Manchmal habe ich auch etwas anderes als Schuhe vor der Linse: Letzte Woche haben wir Laufstegvideos gedreht – da habe ich das Model drei Tage beim auf- und ablaufen in unterschiedlichen Outfits gefilmt. Oder für unser neues Intranet haben wir beispielsweise Fotos von jedem Mitarbeiter gemacht.

 

Und deine Tätigkeit als Ausbildungsbeauftragter?

Was Vincent an seinem Job besonders Spaß macht: Die Arbeit mit unseren Azubis

Aktuell haben wir neun Azubis im Bereich. Die verteile ich auf unsere Fotografen, gebe ab und zu mal Sonderaufgaben, halte Workshops und korrigiere die Berichtshefte. Ich bin ihr Ansprechpartner für sämtliche Wünsche, Anregungen und Probleme. Wobei… Probleme haben wir natürlich nie :-). Diesen Teil meines Jobs mache ich auch richtig gerne. Ich kümmere mich einfach gerne um die „Kleinen“ und freue mich, wenn ich sie in ihrer Ausbildung unterstützen kann. Außerdem erkläre ich sehr gerne. Und wenn es dann noch um Fotografie geht – besser geht es nicht. Und so ganz eigennützig: Man bleibt fachlich auf dem aktuellen Stand und wird immer wieder an die Theorie erinnert, die man mal zu seinem Beruf gelernt hat.

 

Fotografie ist ja ein sehr technischer Bereich – der entwickelt sich bestimmt ständig weiter oder?

Ja, als ich hier angefangen habe – vor 8 Jahren – war alles noch ein bisschen anders. Auch jetzt steht wieder ein Wandel an: In Zukunft geht es immer mehr hin zu CGIs (Computer Generated Images). Das heißt, dass es Programme gibt, die die Bilder einfach selbst zusammenbauen. Wenn wir im Katalog zum Beispiel ein Wohnzimmer darstellen wollen, dann müssen wir das im Moment noch genau so aufbauen und dekorieren wie es eben dann auf dem Foto aussehen soll.  Das Foto ist ein Abbild der Realität. In Zukunft fotografiert man dann nur noch das Sofa und kann am PC Wände einziehen, Kissen und Decken darauf verteilen, ein Bücherregal an die Wand hängen etc. – und das sieht auch tatsächlich real aus.

 

Man hört, dass du deinen Job richtig gerne machst. Wie bist du denn Fotograf geworden und wie hat es dich zur BAUR Gruppe verschlagen?

Meinen ersten Kontakt zur BAUR-Gruppe hatte ich tatsächlich schon mit 13 Jahren. Damals habe ich mein erstes Schnupperpraktikum als Fotograf gemacht. Ich komme aus der Region und habe über die Schule von BAUR erfahren. Das zweite Praktikum folgte mit 14 Jahren. Im Alter von 15 habe ich mich dann bei BAUR beworben und mit 16 meine Ausbildung zum Fotografen begonnen.

 

Das hört sich so an als wäre Fotograf schon immer dein Traumberuf. Ist das so?

Ganz so ist es nicht, nein. Ich wollte definitiv schon immer etwas Kreatives machen und unter Menschen kommen. So ein ganzer Tag im Büro am Schreibtisch mit einer Excel-Tabelle und vielen Zahlen wäre nichts für mich. Warum es dann aber ausgerechnet Fotograf wurde weiß ich eigentlich gar nicht so genau. Ich habe als Kind schon gerne fotografiert und die Bilder auch bearbeitet. Mein erstes Praktikum bei BAUR hat mich dann überzeugt. Ich fand die Truppe hier einfach cool. Ja, und so bin ich dann eben Fotograf geworden und habe diesen Entschluss bis heute nicht bereut.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.