Kletterkurs, Kochabend, Schutzimpfungen, BAUR-Aktivwoche – fast wöchentlich landeten während meiner Zeit hier in der BAUR-Gruppe Einladungen zu diversen Veranstaltungen und Aktionen rund um die Themen Sport, Ernährung und Gesundheit in meinem Postfach. Verantwortlich für das betriebliche Gesundheitsmanagement ist die Abteilung Soziales, zu dessen Team auch Claudia Föhrkolb gehört. Heute habe ich mich mit ihr zu einem Gespräch getroffen.

Hallo Claudia, ich habe vorab schon einmal auf Xing „gestalked“ und gesehen, dass du vor sechs Jahren, genau wie ich, Praktikantin in der Personalentwicklung und im Hochschulmarketing warst. Was ist seitdem passiert?

Genau, das Praktikum war sozusagen mein Einstieg. Ich habe damals an der Hochschule in Coburg Betriebswirtschaftslehre studiert und war auf der Suche nach einem Unternehmen für mein Praxissemester. An der Hochschule habe ich die Stellenausschreibung von BAUR entdeckt. Gesehen – erinnert – beworben! Nach dem Abitur war ich bereits für ein Orientierungspraktikum hier. Für das Praxissemester bin ich also wieder gekommen und habe in der Personalentwicklung viel zum Thema Hochschulmarketing gemacht und im Anschluss auch meine Bachelorarbeit zusammen mit BAUR geschrieben. Während dieser Zeit wurde für eine Kollegin im Bereich Ausbildung eine Vertretung für die Elternzeit gesucht – Glück für mich, denn so konnte ich nach meinem Studium bei BAUR bleiben. Das Themenfeld „Ausbildung“ war erstmal komplettes Neuland für mich, denn als frischgebackener Absolvent merkt man schnell: theoretisches Studium ist das eine, aber die tatsächliche Berufswelt ist dann doch etwas komplett anderes. Trotzdem hat sich für mich aber bestätigt, dass a) Personal genau das Richtige für mich ist und b) man sich mit der entsprechenden Motivation und einer gehörigen Portion Neugier auch schnell in neue Themengebiete einarbeiten kann, selbst wenn man von manchen Themen vorher vielleicht noch keine Ahnung hatte. Seit März 2012 bin ich in der Abteilung Soziales – zunächst auch wieder ein komplett neues Arbeitsfeld für mich. Nach rund vier Jahren ist das Thema Gesundheitsmanagement für mich aber mittlerweile mein „täglich Brot“, auch wenn kaum ein Tag wie der vorherige ist und sich immer wieder neue Themenfelder eröffnen. Deshalb ist es auch wichtig, sich immer auf dem Laufenden zu halten und weiterzubilden.

Was fasziniert dich an der Arbeit im Personalbereich?

Im Personalbereich „menschelt“ es und genau das macht es für mich so interessant und spannend. Diese Arbeit bietet so viel mehr, als „nur“ Zahlen, Daten, Fakten – ich könnte mir zum Beispiel überhaupt nicht vorstellen, im Controlling zu arbeiten, mal abgesehen davon, dass mir hierfür auch komplett das Geschick im Umgang mit Excel fehlen würde. Im Rahmen der Personalarbeit gibt es kein Schema „F“, welches man im Umgang mit Menschen anwenden kann, denn jeder tickt anders. Man muss flexibel sein und sich auf andere einstellen können. Manchmal wird man auch Zeuge von persönlichen Schicksalsschlägen und erfährt ganze Lebensgeschichten. Das ist in emotionaler Hinsicht nicht immer leicht. In manchen Situationen muss man aber trotz Mitgefühl hart bleiben – auch das ist Personalarbeit. Aber genau diese Mischung ist es, die diesen Bereich für mich so besonders macht.

Eine Abteilung Personal – Soziales gibt es nicht in jedem Unternehmen, wie können sich unsere Leserinnern und Leser deine Arbeit vorstellen?

Also wenn ich Anderen beschreiben muss, was unsere Abteilung macht, dann sage ich immer: „Stellen Sie sich alles vor, was nicht in den Bereich Personalrecruiting rein passt, was nichts mit Personalentwicklung, Ausbildung, Personalverwaltung oder – controlling zu tun hat, all das ist bei uns angesiedelt.“ Auf kurz oder lang landen viele Themen bei uns. Zu meinen Hauptaufgaben gehört aber natürlich erstmal das Gesundheitsmanagement. Also zum einen die Gesundheitsförderung, da gibt es unser Begleitheft und eben diese Veranstaltungen, die du am Anfang bereits angesprochen hast. Ebenfalls ein sehr wichtiger Baustein für ein „gesundes Unternehmen“ ist das betriebliche Eingliederungsmanagement. Außerdem sind die Themenfelder Schwerbehinderung, Arbeitsunfähigkeit von Mitarbeitern, Suchtberatung, Kinderbetreuung, Betriebsjubilare, Mitarbeiterverpflegung sowie viele weitere größere und kleinere Themenfelder bei uns angesiedelt.

Welche Aufgaben machen dir am meisten Spaß?

Ich kann das gar nicht an einzelnen Aufgaben festmachen, sondern der Spaß an der Arbeit liegt bei mir am und im Austausch mit Mitarbeitern und Kollegen, ganz egal ob aus dem Lager oder den kaufmännischen Bereichen, ob Sachbearbeiter oder Führungskraft – der Mix macht´s. Ich freue mich sehr, wenn ich von Kollegen und Mitarbeitern direktes Feedback für meine Arbeit bekomme, zum Beispiel, wenn sich die Mitarbeiter für die Organisation der verschiedenen Angebote bedanken und somit auch die Arbeit, die dahinter steckt wertschätzen. Klar gibt es im Gegenzug auch Arbeiten, die ich weniger gern mache. Ich bin, wie ja schon angesprochen, absolut kein Zahlenfreund, deshalb bin ich auch sehr froh, dass sich die Controllingthemen in meinem Arbeitsfeld sehr im Rahmen halten.

An welchen Veranstaltungen deines Programms nimmst du selbst gerne teil?

Also mein absolutes „Lieblingsbaby“ bei den Veranstaltungen ist der Kletterkurs, so eine Aktion kann man privat nur schwer selbst organisieren, demzufolge wird dieses Angebot von den Kollegen sehr gut angenommen und auch ich bin jedes Jahr wieder gerne mit von der Partie. Es ist toll zu sehen, wie die Teilnehmer bei diesem Kurs ihre eigenen Ängste und Grenzen überwinden und danach total stolz darauf sind, dass sie sich diesen gestellt haben. Auch bei unseren Vorträge findet man mich immer in der ersten Reihe. Wir versuchen Themen zu finden, deren Inhalte für die Kollegen sowohl interessant als auch nützlich sind. Auch bei unserer jährlichen Blutspendeaktion bin ich in der Regel dabei und spende dann natürlich auch selbst Blut. In den Sommermonaten bin ich auch gerne mit dem BAUR Team auf dem Beachvolleyballfeld und vor Kurzem war ich beim Flechtkulturlauf in Lichtenfels am Start. Ein schöner Nebeneffekt bei unseren Aktivitäten ist auch, dass man immer Kollegen aus anderen Abteilungen kennenlernt.

Wenn  du einmal ganz selbstkritisch bist, welches Verbesserungspotential gibt es an deiner Arbeit noch?

Mein Ziel ist es, das Gesundheitsmanagement noch mehr in den Köpfen der Führungskräfte zu verankern. Sie müssen es vorleben, damit es bei den Mitarbeitern ankommt.  Das Gesundheitsmanagement muss ganzheitlich im Unternehmen integriert werden. So richtig messbar  ist dieses Thema leider nicht und somit ist es auch schwer greifbar, was die Akzeptanz bei rein „Kosten/Nutzen-denkenden“ Menschen erschwert. Hier muss man an der einen oder anderen Stelle noch mehr Überzeugungsarbeit leisten. Außerdem wollen wir noch zielgerichteter und individueller Veranstaltungen für bestimmte Zielgruppen anbieten, denn die Mitarbeiter aus der Logistik haben beispielsweise ganz andere Bedürfnisse als die Mitarbeiter in der Verwaltung. Diese verschiedenen Bedürfnisse herauszufiltern und bestmöglich darauf einzugehen, das ist die größte Herausforderung beim betrieblichen Gesundheitsmanagement.

Letzte Frage: Drei Gründe, warum die BAUR Gruppe ein attraktiver Arbeitgeber ist?

  1. Der Versandhandel ist ein super spannendes Arbeitsfeld mit ständigem Wandel und Innovationen und welche Frau kann sich nicht für ein Sortiment rund um die Themen Fashion, Lifestyle und Home begeistern?
  2. Es wird sehr viel für die Mitarbeiter außerhalb der Arbeit angeboten, das macht es unter anderem gerade für neue Mitarbeiter besonders leicht, Anschluss zu finden und neue Leute kennenzulernen.
  3. Man bekommt hier die Möglichkeit zum eigenverantwortlichen Arbeiten innerhalb eines eigenen Themenfelds, das klassische Hierarchiedenken gibt es eigentlich kaum. Nichtsdestotrotz gibt es immer jemanden, an den man sich wenden kann, wenn man selbst mal nicht weiterkommt. Das macht die Zusammenarbeit super angenehm.

Vielen Dank Claudia, dass du dir Zeit genommen haben, mir und unseren Leserinnen und Lesern einen Einblick in deine Arbeitswelt zu geben.

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